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Börse, 14. Juli

Drohende Herabstufung der USA beängstigt Anleger

Die Drohung der amerikanischen Ratingagentur Moody's, die Kreditwürdigkeit der USA herabzustufen, hat die deutschen Börsenkurse am Donnerstagmorgen deutlich belastet.



Der DAX fiel in den ersten Minuten nach Handelsstart um 0,5 Prozent auf 7.231 Punkte, der MDAX gab 0,6 Prozent auf 10.869 Zähler ab. Der TecDAX verlor 2,1 Prozent auf 855 Punkte. Moody's hatte erklärt, es bestehe ein kleines, aber zunehmendes Risiko, dass Washington demnächst seine Schulden nicht mehr bezahlen könne.

Bereits im Juni hatte Moody's eine Herabstufung der Dreifach-A-Einstufung der USA angekündigt, sollte bis Mitte Juli kein Fortschritt bei der Anhebung der Schuldenobergrenze zu erkennen sein, ohne die die Vereinigten Staaten am 2. August ihren Schuldendienst einstellen müssen.

Die Hoffnung auf die Konjunktur stützende Maßnahmen hatten die Kurse an der New Yorker Börse am Mittwoch noch nach oben getrieben. Nach den Kursverlusten der vergangenen drei Handelstage stützten gute Vorgaben aus Europa und Asien sowie vor allem die Aussagen von US-Notenbankpräsident Ben Bernanke. Allerdings ließ der Optimismus im späten Geschäft deutlich nach und die Indizes beendeten die Sitzung nach temporär höheren Aufschlägen etwas fester.

Der Dow-Jones-Index stieg um 0,4 Prozent auf 12.492 Punkte, im Tageshoch war er bis 12.611 Zähler gelaufen. Der Nasdaq-Composite-Index zog um 0,5 Prozent auf 2.797 Punkte an.

Angesichts der drohenden Herabstufung der USA neigte der Dollar am Donnerstagmorgen zur Schwäche. Gegen 9.20 Uhr MESZ kostete der Euro 1,4198 Dollar. Am Mittwochabend war die Gemeinschaftswährung noch mit 1,4140 Dollar bewertet worden. Zum Yen war die US-Währung im asiatischen Währungsgeschäft im Tief von 78,245 Dollar auf den niedrigsten Stand seit vier Monaten gefallen. Die Europäische Zentralbank ( EZB ) hatte den Euro-Referenzwert am Mittwoch auf 1,4073 Dollar festgelegt.

Im DAX verloren SAP 2,5 Prozent auf 41,02 Euro, Commerzbank gaben 2,3 Prozent auf 2,63 Euro ab. Metro fielen um 1,2 Prozent auf 40,03 Euro. Gewinner waren Volkswagen, die Aktien legten um 0,8 Prozent auf 148,05 Euro zu. Die anderen Autotitel - BMW und Daimler - mussten dagegen leichte Verluste hinnehmen.

Im MDAX verloren Heidelberger Druckmaschinen 1,7 Prozent auf 2,40 Euro. Der Konzern war im ersten Halbjahr beim Umsatz leicht unter seinen Erwartungen geblieben. Gewinner in der zweiten Reihe waren Rational, die 0,9 Prozent auf 187,70 Euro zulegten.

Im TecDAX brachen Software um 14,3 Prozent auf 36,06 Euro ein. Die vorläufigen Quartalszahlen fielen schlechter aus als von Händlern erwartet. Oben auf lagen BB Biotech, die 1,4 Prozent auf 53,17 Euro gewannen.

(Michael Winckler und Claudia Pietsch/dapd)


 


 

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