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1100 Stellen gehen verloren

ver.di kritisiert Stellenabbau bei Deutscher Bank

(bo/ddp-hes). Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat den geplanten Abbau von 1100 Stellen bei der Deutschen Bank im Abwicklungsbereich kritisiert. Er fordere den Vorstand des größten deutschen Kreditinstituts auf, von den Abbauplänen Abstand zu nehmen, alle bestehenden Standorte zu erhalten und die Politik des Tarif-Dumpings zu beenden, betonte das ver.di-Bundesvorstandsmitglied Uwe Foullong am Donnerstag in Berlin. Mit den Plänen des Frankfurter Unternehmens solle «die Rendite auf Kosten der Beschäftigten in den Himmel gejubelt werden».

Foullong zufolge haben genau diese Strategie mit zur Finanzmarktkrise geführt. Auch deshalb sei es an der Zeit, wieder mehr an die Menschen zu denken. Die Deutsche Bank hatte Anfang Oktober mitgeteilt, 1100 Stellen abzubauen, um die Effizienz zu steigern.

ver.di zufolge sollen allein in Deutschland 800 Stellen wegfallen. Parallel dazu plane das DAX-Unternehmen eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen, um Kosten einzusparen. Von diesen Maßnahmen betroffen seien mehr als 2000 Mitarbeiter in den Service-Centern der Bank, in Service-Bereichen der Tochterunternehmen, in Call-Centern sowie in der Kreditbearbeitung. Zudem soll die Zahl der Standorte von 17 auf 3 reduziert werden. Neben dem Verlust von Arbeitsplätzen drohten auch Gehaltskürzungen um rund 30 Prozent, eine Verlängerung der Arbeitszeit auf 42 Stunden pro Woche sowie die Kürzung des
Urlaubsanspruchs, erklärte ver.di.

(rheinmain)


 


 

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