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Unterfinanzierung

ver.di richtet im Internet Beschwerdestelle für Rhön-Kliniken ein

(bo/ddp-hes). Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat im Internet eine Beschwerdestelle für Patienten und Mitarbeiter der 47 deutschen Rhön-Kliniken eingerichtet. Unter rhoenwatch.de können die Beschäftigten auf Arbeitsüberlastung und Mängel in der Krankenversorgung hinweisen, kündigte ver.di am Montag in Marburg an.

Projektmitarbeiter Julian Jaedicke sagte, im Umfeld des Klinikums
sei eine Atmosphäre entstanden, «in der sich Leute nicht trauen, sich
öffentlich zu beschweren». Deshalb könnten sich Ärzte und
Pflegekräfte auch anonym an die Internetadresse wenden. Die Berichte
werden dort nach Rücksprache veröffentlicht. Davon erhofft sich die
Gewerkschaft mehr Resonanz beim Arbeitgeber.

Das privatisierte Uni-Klinikum Gießen und Marburg war in den
vergangenen Tagen in die Schlagzeilen geraten, weil eine Hausärztin
und mehrere Pflegekräfte Mängel in der Pflege sowie unzureichende
Diagnosen beklagt hatten. Die Geschäftsführung hatte die Vorwürfe
jedoch zurückgewiesen.

Ein Grundproblem in den Kliniken sieht die Gewerkschaft ver.di in
der Unterfinanzierung der Krankenhäuser. Deshalb sei die Situation im
staatlichen Uni-Klinikum Frankfurt kaum besser. Auch dort sei viel
Personal abgebaut worden. «Wir hören ähnliche Fälle im gesamten
Krankenhausbereich», sagte Gewerkschaftssekretärin Marita Kruckewitt.
In den privatisierten Häusern sei es aber immer noch etwas schlimmer.

(rheinmain)


 


 

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