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Marktkommentar Aktien

Aktienmärkte treten vor dem großen Verfalltermin auf der Stelle

Die US-Börsen bewegten sich am Mittwoch innerhalb einer geringen Handelsrange. Das Markt-sentiment wurde gleich von mehreren Faktoren belastet, vor allem jedoch vom schlechter als er-wartet ausgefallenen Ausblick von FedEX (-6,0 %).

Darüber hinaus sind enttäuschend ausgefalle-ne Daten vom Immobilienmarkt und weiter vorhandene Sorgen um die Haushaltsproblematik Spaniens zu nennen. Unter den einzelnen Sektoren gewann der Bereich Utilities (+0,6 %) am deutlichsten hinzu.

Health Care (+0,3 %) und Tech (+0,2 %) folgten. Vor allem die Tatsache, dass sich die Techs in der Pluszone halten konnten ist bemerkenswert. Nokia hatte eine Umsatzwarnung für das 2. Quartal ausgesprochen, was der Aktie einen Kursverlust in Höhe von 11 % einbrachte. In der Vergangenheit hätte dieser Umstand andere Techwerte in Mitleidenschaft gezogen. Das charttechnische Bild der führenden Indizes hat sich kaum verändert, jedoch mahnen die Doji`s, sowohl beim Dow Jones als auch beim S&P 500, zur Vorsicht.

Mit dem Philly-Fed-Index wird heute der zweite Stimmungsindikator der US-Industrie für den laufenden Monat veröffentlicht. Wir rechnen mit einem Rückgang, welcher der voraussichtlichen Abschwächung der konjunkturellen Dynamik Rechnung tragen würde. Zudem besteht gewisser Aufholbedarf gegenüber dem Empire-State-Index. Letzterer war bereits im Mai kräftig gesunken, wohingegen der Philly-Fed-Index nochmals leicht zulegen konnte. Darüber hinaus mahnt auch der unerwartete Rückgang des TIPP-Indexes zur Vorsicht, die Konsensschätzung könnte unterschritten werden.

Der deutsche Aktienmarkt startete am Mittwoch mit einer freundlichen Note in den Handel. Im weiteren Verlauf fehlten jedoch die Impulse, so dass der Dax zunächst ein wenig lustlos auf der Stelle trat um dann vorübergehend in die Verlustzone zu drehen. Vor allem die schwächer als erwartet ausgefallenen US-Konjunkturdaten trugen ihren Anteil dazu bei. Weitere Belastungsfaktoren waren Kursverluste bei den Autowerten und die wieder aufkommende Spekulation, dass Spanien evtl. Hilfen aus dem EU-Rettungspaket in Anspruch nehmen könnte. Im späten Geschäft gelang es dem Dax jedoch wieder in die Pluszone zurückzukehren.

Die große Frage bleibt, wie sich der Index nach dem großen Verfalltermin am Freitag weiter entwickeln wird. In der Vergangenheit konnte beobachtet werden, dass der Index erst im Anschluss an das Event sein wahres Gesicht zeigt. Unter den Verlierern war die Aktie von der Deutschen Post zu finden. Insbesondere der schwächer als erwartet ausgefallene Ausblick des Konkurrenten FedEx sorgte für Verkäufe des Papiers. Unter den Sektoren (Eurostoxx 50) waren vollzogen die Bereiche Oil & Gas, Chemicals und Insurance eine outperformance, hingegen gaben Techs am deutlichsten nach, was vor allem auf Kursverluste bei Nokia (- 11 % - der Konzern warnte vor schwachen Umsätzen in Q2) zurückzuführen war.

Die Indikation für den heutigen Handelsstart des Dax liegt in etwa auf dem Niveau des Vortages. Es ist davon auszugehen, dass man sich im Vorfeld des EU-Gipfels und einer weiteren Auktion neuer Spanien-Bonds zunächst mit Engagements zurückhalten wird. Aus charttechnischer Sicht beachtenswert ist heute die Widerstandsmarke von 6.236 Punkten beim Dax. Dabei handelt es sich um die Rückkehrlinie des nach oben gerichteten Trendkanals. Auf der Unterseite bietet das Level von 6.163 Zählern Support.

(Christian Schmidt)


 


 

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