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Finanzämter müssen nicht über Änderung der Vergleichsmiete informieren

(bo/dapd). Finanzämter sind nicht verpflichtet, Vermieter auf eine allgemeine Mietpreissteigerung hinzuweisen, damit Sie rechtzeitig die Miete einer verbilligt überlassenen Wohnung erhöhen können.

Das geht aus einer Entscheidung des Finanzgerichts München (AZ: 1 K 3948/07) hervor. In dem Fall hatten Eheleute eine Wohnung an die Tochter vermietet und 50 Prozent der ortsüblichen Vergleichsmiete vereinbart. Nach damaligem Recht reichte eine solche Miete aus, um die Werbungskosten der vermieteten Immobilie steuerlich voll geltend zu machen. Nachdem die ortsübliche Vergleichsmiete gestiegen war, erkannte das Finanzamt die Kosten nicht mehr voll an.

Die betroffene Familie klagte daraufhin vor dem Finanzgericht und ging davon aus, dass das Finanzamt darauf hinwiesen muss, wenn es den Maßstab für die ortsübliche Vergleichsmiete verändert. Das sah das Gericht jedoch anders: Es sei nicht Aufgabe des Finanzamtes, einen Steuerzahler dahingehend zu beraten, dass er sein Mietverhältnis möglichst steuergünstig ausgestalten kann. Auch ließen die Richter den Einwand der Steuerzahler nicht gelten, dass das Finanzamt bereits früher einmal eine Erhöhung der ortsüblichen Vergleichsmiete nicht zum Anlass genommen hatte, die steuerliche Absetzbarkeit zu überprüfen. Der Steuerzahler habe nach dem Grundsatz der sogenannten Abschnittsbesteuerung keinen Anspruch auf eine gleichbleibende Sachbehandlung über Jahre.

(dapd )


 


 

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