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Verluste bei Privatverkäufen nicht mehr absetzbar

(bo/dapd). Der Bundesfinanzhof hatte 2008 entschieden, dass auch Verluste aus dem Verkauf von Gegenständen des privaten Gebrauchs steuerlich absetzbar sind (IX R 29/06 vom 22.04.2008).

Diese Rechtsauffassung hat der Gesetzgeber mit dem Jahressteuergesetz 2010 ausgehebelt. Das berichtet der neue Verband der Lohnsteuerhilfevereine. Ein solches privates Veräußerungsgeschäft besteht aus steuerlicher Sicht beim Verkauf von Wirtschaftsgütern innerhalb eines Jahres nach deren Anschaffung. Erzielt der Steuerzahler dabei einen Gewinn, bliebt der bis zu 600 Euro steuerfrei. Was darüber liegt, ist in voller Höhe steuerpflichtig. Im Gegenzug sollten Verluste aus derartigen Geschäften steuermindernd zu berücksichtigen sein, so der Bundesfinanzhof. Damit wären zum Beispiel Verluste aus dem Verkauf eines Pkw innerhalb eines Jahres steuerlich zu berücksichtigen und mit einem Gewinn aus einem Grundstücksverkauf zu verrechnen.

Dieser Steuergestaltung wird nunmehr mit der Änderung des entsprechenden Paragraphen 23 des Einkommensteuergesetzes ein Riegel vorgeschoben. Verluste, aber auch Gewinne aus dem Verkauf von Gegenständen des täglichen Gebrauchs sollen unabhängig von der Haltezeit nicht mehr steuerpflichtig sein. Doch Ausnahmen bestimmen auch hier die Regel. So ist der Gewinn oder Verlust aus dem Verkauf von Wertgegenständen wie der Briefmarkensammlung, Antiquitäten, Musikinstrumenten oder Oldtimer weiterhin zu erklären und zu versteuern. Die Neuregelung greift bei allen Neukäufen ab Veröffentlichung des Gesetzes. Damit ist nach Verabschiedung durch den Bundesrat, der voraussichtlich am 26. November tagen wird, zu rechnen.

(dapd )


 


 

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