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Riester-Zulagen

Sparanreiz und Rendite-Turbo zugleich

(bo/dapd). Mit den staatlichen Zulagen wird die Riester-Rente vom Staat umfassend gefördert - und diese steuerliche Förderung macht die Riester-Rente äußerst interessant. Die den Riester-Sparern zustehende Altersvorsorgezulage besteht zum einen aus der Grundzulage, zum anderen aus der Kinderzulage und für alle Berufsstarter aus einem einmaligen Bonus, der in den Riester-Vertrag fließt.

Die staatlichen Zulagen für die Riester-Rente können Sparer maximal für zwei Altersvorsorgeverträge bekommen, wobei die Zulage dann entsprechend dem Verhältnis der Einzahlungen aufgeteilt wird. Haben Riester-Sparer mehr als zwei Verträge abgeschlossen, können sie in ihrem Zulagenantrag bestimmen, wie die Zulagen aufgeteilt werden. Was viele nicht wissen: Auch ungeförderte Riester-Verträge haben Vorteile. Die Zinserträge sind nämlich nicht der Abgeltungssteuer unterworfen und die Verträge werden bei entsprechender Laufzeit nach Erreichen des 60. Lebensjahres steuerlich gefördert - alle Erträge sind dann wie bei Lebensversicherungen nur zu 50 Prozent zu versteuern. Der größte Vorteil aber: Die Riester-Verträge müssen alle Einzahlungen zum Rentenbeginn garantieren - Verluste sind also selbst mit fondsbasierten Modellen ausgeschlossen - egal, ob die Verträge gefördert werden oder nicht.

Die Grundzulage als staatliche Zulage für die Riester-Rente in Höhe von 154 Euro erhält jeder Berechtigte für einen Vertrag , der auf seinen Namen lautet. Berechtigt sind alle, die von der Absenkung des Rentenniveaus betroffen sind, also alle, die die Absenkung des Rentenniveaus in der gesetzlichen Rentenversicherung zu spüren bekommen werden. Bei Ehegatten gilt für die staatlichen Zulagen der Riester-Rente: Sind beide berechtigt, müssen auch beide den erforderlichen Mindesteigenbeitrag in ihren Riester-Vertrag einzahlen, um die maximale Altersvorsorgezulage zu erhalten. Hat nur ein Ehegatte von zwei Berechtigten einen Vertrag abgeschlossen, verdoppelt sich für ihn die Altersvorsorgezulage nicht. Ist hingegen nur ein Ehegatte berechtigt, hat der andere einen mittelbaren Anspruch auf die Altersvorsorgezulage, wenn er selbst einen Riester-Vertrag abgeschlossen hat. Die Höhe der staatlichen Zulagen für die Riester-Rente und ihre Gewährung hängt beim mittelbar Berechtigten im Übrigen nicht davon ab, ob und wie viel Geld er in seinen Riester-Vertrag einzahlt. Selbst wenn überhaupt keine Beiträge eingezahlt werden, kann man die volle Altersvorsorgezulage und ggf. die Kinderzulage(n) erhalten.

Die Kinderzulage als staatliche Zulage für die Riester-Rente bekommen Riester-Sparer für jedes Kind, für das Kindergeld ausgezahlt wird. Pro Kind werden 185 Euro fällig, bei ab 2008 geborenen Kindern sind es sogar 300 Euro pro Kind. Ganz wichtig für die Riester-Zulage: Verzichten Eltern auf die Auszahlung des Kindergeldes, weil sie stattdessen den Kinderfreibetrag und den BEA-Freibetrag für Betreuung, Erziehung und Ausbildung in Anspruch nehmen wollen, erhalten sie für die Kinder keine zusätzliche Riester-Zulage. Also sollten Eltern unbedingt einen Kindergeldantrag stellen, wenn die Kinderzulage nicht verloren gehen soll. Denn der Kinderfreibetrag und der BEA-Freibetrag werden ohnehin gewährt, auch wenn Kindergeld ausgezahlt wird.

Die Riester-Zulage müssen Sparer beantragen, denn die Altersvorsorgezulage wird nur auf Antrag gezahlt. Um die Riester-Zulage zu beantragen, bekommen sie von ihrer Bank oder Versicherung das Formular "Antrag auf Altersvorsorgezulage", außerdem für die Kinderzulage den "Ergänzungsbogen Kinderzulage". Den Zulagenantrag für Riester füllen Vorsorge-Sparer aus und schicken diesen dann an ihre Bank oder Versicherung zurück, wenn sie die Riester-Zulage beantragen. Der entsprechende Zulagenantrag für Riester muss spätestens am Ende des zweiten Jahres gestellt werden, das auf das Sparjahr folgt, für das Jahr 2008 also bis spätestens 31.12.2010.

Seit 2005 ist es übrigens nicht mehr nötig, dass die Riester-Zulage jedes Jahr aufs Neue beantragt und der Antrag auf Altersvorsorgezulage erneut gestellt wird. Es gibt jetzt die Möglichkeit, einen Dauer-Zulagenantrag zu stellen und die Riester-Zulage so dauerhaft zu beantragen: Mit dem Dauer-Zulagenantrag für die Riester-Rente bevollmächtigen Sparer ihren Anbieter, den Zulagenantrag für sie zu stellen. Alle erforderlichen Daten für die Zulagenermittlung können automatisiert abgefragt werden, sodass man unbürokratisch für das Alter vorsorgen kann.

(dapd )


 


 

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