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Rechtsextremismus

Verurteilter Neonazi-Schläger gesteht weiteren Überfall

(bo/ddp-hes). Der Haupttäter des Neonazi-Überfalls auf ein Zeltlager in Nordhessen im vergangenen Jahr hat eine weitere Attacke auf Nazi-Gegner zugegeben. Beim Prozess vor dem Amtsgericht in Schwalmstadt räumte der 20-Jährige am Mittwoch ein, im nordhessischen Todenhausen mehrfach auf einen am Boden liegenden, gleichaltrigen Antifaschisten eingetreten zu haben. Der Angriff ereignete sich im Juni 2008 und damit nur einen Monat vor dem Überfall auf die Camper, bei dem ein 13-jähriges Mädchen schwer am Kopf verletzt wurde.

Für diese Tat ist der 20-Jährige bereits rechtskräftig zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt worden. In Todenhausen waren drei Nazi-Gegner von einer Gruppe Rechtsextremer angegriffen worden. Einer damals 18-Jährigen wurde dabei das Handy so brutal aus der Hand geschlagen, dass ihr die Bänder im Daumen rissen. Einen 20-Jährigen bewarfen die Neonazis mit Steinen, zerrten ihn an seinen Haaren über die Straße und traten auf ihn ein.

Insgesamt elf Mitglieder der rechtsextremen Kameradschaft «Freie Kräfte Schwalm-Eder» sollen an der Tat beteiligt gewesen sein. Gegen sieben von ihnen ergingen bereits in anderen Verhandlungen Sanktionen nach dem Jugendstrafrecht oder das Verfahren wurde eingestellt. In dem Prozess gegen die übrigen vier wurden noch am Mittwoch die Urteile erwartet.

(Redaktion)


 


 

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