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Viele offene Baustellen bei der Bildung in Hessen

Anlässlich des Bildungsgipfels der Bundesregierung am 22. Oktober 2008 fordern die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft die frühkindliche Bildung sowie die Durchlässigkeit von beruflicher zu hochschulischer Bildung zu verbessern. Die Arbeitsgemeinschaft der hessischen Industrie- und Handelskammern fordert in dem Zusammenhang, auf gute Beispiele aus einzelnen Bundesländern zurückzugreifen und diese bundesweit weiterzugeben.

„In Hessen können wir bereits einige Erfolge vorzeigen: den Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder von 0 bis 10 Jahren zum Beispiel. Dieses gute Konzept muss nun zügig in alle Kindertagesstätten und Grundschulen getragen werden“, sagt die Bildungsexpertin der hessischen IHKs, Hanna Kind. Als weiteren Fortschritt nannte sie die sinkende Zahl der Hauptschulabgänger ohne Abschluss; deren Anteil konnte zuletzt auf 13 Prozent reduziert werden. Weiter als andere Bundesländer ist Hessen auch bei der Koordination der lokalen Akteure im Übergang von Schule in Beruf. Die beteiligten Institutionen haben in kommunalen Netzwerken bereits begonnen, ihre Aktivitäten aufeinander abzustimmen.

Aus Sicht der hessischen Industrie- und Handelskammern gibt es aber auch „Baustellen“, die noch intensiver bearbeitet werden müssen. Bei der universitären Ausbildung der Lehrer für Politik und Wirtschaft müsse der Wirtschaftsanteil in der Studienordnung verstärkt werden. Die individuelle Förderung von Schülern müsse stärker beachtet werden, so dass weniger Aufwand für Maßnahmen im Rahmen der allgemeinen Berufsvorbereitung von Schulabgängern erforderlich werden. Hier sollten nach Auffassung der hessischen IHKs Gelder aus der so genannten Nachsorge in die präventive Förderung der Jugendlichen bereits während der Schulzeit umgesteuert werden.

Bei den Programmen für Schulabgänger und in der beruflichen Weiterbildung gebe es eine Vielzahl von Programmen aus unterschiedlichen Ministerien sowohl im Bund wie auch im Land für dieselben jugendlichen Zielgruppen. „Durch die sinnvolle Koordination und Konzentration dieser Programme könnte der Erfolg verbessert werden“, erklärt Dr. Brigitte Scheuerle, Expertin für Aus- und Weiterbildung der hessischen IHKs.

Quelle: IHK Arbeitsgemeinschaft Hessen

(Redaktion)


 


 

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