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Sparen für den Lebensabend

Vier Ratschläge für eine optimale private Vorsorge

(bo/ddp.djn). Die gesetzliche Rente durch zusätzliches Sparen aufzustocken, wird für fast alle Arbeitnehmer zunehmend wichtiger. Doch ist es gar nicht so leicht, die richtige Geldanlage für die Altersvorsorge zu finden. Denn beim Sparen für die Rente kommt es auf viele Komponenten an. Allerdings können vier einfache Ratschläge helfen, die private Vorsorge in den Griff zu bekommen.

Wichtig ist zunächst, die Rentenlücke zu erkennen. Denn sicher ist
an der Rente nur noch, dass sie nicht sicher ist. Wie groß die
Rentenlücke später jedoch tatsächlich sein wird, lässt sich heute für
alle unter 55-Jährigen kaum abschätzen. Als Faustregel sollte gelten,
dass selbst die Summen aus der Rentenprognose zu optimistisch sind.
Denn sie kalkulieren ein, dass das Rentensystem auch in Jahren noch
so funktionsfähig ist wie heute.

Tatsache aber ist, dass das Rentenniveau in der gesetzlichen Kasse
insgesamt sinken wird, und zwar unabhängig von den eigenen Beiträgen.
Daher empfiehlt es sich, für die eigene Vorsorge maximal 75 Prozent
der ausgerechneten Rente aus den Bescheiden anzusetzen. Gibt es nach
dem Ausscheiden aus dem Arbeitsleben dann mehr Geld, kann man sich
darüber freuen - einplanen sollte das jedoch nicht.

Gleichzeitig ist es wichtig, sich für die private Vorsorge ein
Ziel zu setzen. «Ich möchte für das Alter sparen» - erfolgreich
werden solche Sparer nie. Denn ohne Ziel werden sie kein solides
Fundament für ihre Altersvorsorge. Sparen für die Rente muss in Euro
und Cent ausgedrückt werden. Um sich eine Zusatzrente zahlen zu
können, sollte feststehen, wie viel Geld man im Alter haben möchte.
Für ein monatliches Extra von 100 Euro für etwa 30 Jahre werden bei
einem Zinssatz von vier Prozent rund 21 000 Euro benötigt.

Darüber hinaus ist nur eine individuelle Altersvorsorge eine gute
Vorsorge. Die eigenen persönlichen Vorstellungen, Wünsche, Ängste und
Ideen müssen berücksichtigt werden. Denn nur dann steht man über
Jahre zu der Vorsorge, für die man sich einst entschieden hat.
Grundsätzlich gilt: Hohe Renditen gibt es nicht ohne Risiko. Das
widerspricht zudem dem Wunsch nach Sicherheit.

Ist Rendite hingegen wichtig, etwa weil man schon etwas älter aber
noch immer ohne Vermögen ist, kommt eine Rentenversicherung nicht
infrage. Und wenn man auf Sicherheit setzt, weil man sich
beispielsweise einen Verlust nicht mehr erlauben kann und will, sind
Aktienfonds nicht die richtige Wahl.

Doch ganz gleich, auf welches Anlagemodell die Wahl fällt, was
zählt, ist der lange Atem. Sich einmal für das Sparen zu entscheiden,
ist eine Sache - über Jahre und Jahrzehnte dabeizubleiben, eine ganz
andere. Gut abgesichert ins Alter geht nur, wer Monat für Monat seine
Sparsumme zurücklegt oder seine Beiträge zahlt.

Wer hingegen weiß, dass er undiszipliniert ist, muss sich zum
Vorsorgeglück zwingen. Dabei kann helfen, wenn man nicht allein über
das angesparte Geld verfügt. So kann ein Konto so einrichtet werden,
dass nur mit der Zustimmung eines guten Freundes oder des Partners
Geld abgehoben werden kann. Das diszipliniert zum Sparen und
versilbert letztlich den Lebensabend.

(Redaktion)


 


 

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