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Vorsteuer aus Baurechnungen frühzeitig geltend machen

(bo/ddp.djn). Wer seine private Immobilie dem Betrieb zuordnet, kann die Umsatzsteuer aus dem Bau voll erstattet bekommen, muss dafür aber später die private Nutzung mit Umsatzsteuer belegen. Wer diesen Weg gehen will, muss sich allerdings frühzeitig entscheiden, ob er einen Neubau dem Betrieb zuordnet. Das hat das Finanzgericht Rheinland-Pfalz (AZ: 6 K 2333/06) entschieden. In dem Fall hatte ein Buchführungshelfer seinen Keller unternehmerisch genutzt und deshalb in der Umsatzsteuererklärung die Vorsteuern in Höhe von mehr als 20 000 Euro steuerlich geltend gemacht.

Zu spät, sagten die Richter und gaben dem Finanzamt Recht. Der Mann hätte die Steuern bereits in den monatlichen Voranmeldungen zum Abzug bringen müssen, damit es objektive Anhaltspunkte gibt, die den Vorsteuerabzug berechtigt erscheinen lassen. Dafür muss die Entscheidung nach außen treten, das Gebäude unternehmerisch zu nutzen und die Zuordnung zum Betrieb muss nachvollziehbar werden. Da sich eine solche Zuordnung zu dem Unternehmen nicht aus den Planungsunterlagen ergibt, kamen für den Nachweis nur die Umsatzsteuervoranmeldungen infrage. Da diese Gelegenheit aber auch nicht genutzt wurde, wurde dem Mann der Vorsteuerabzug versagt.

Quelle Foto: www.pixelio.de , Bernd Sterzl

(rheinmain)


 


 

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