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Kasseler Fluglotsen fordern mit Warnstreik neue Tarifgespräche

(bo/ddp-hes). Die am Flughafen Kassel-Calden beschäftigten Lotsen haben am Donnerstag mit einem Warnstreik ihre Forderungen für neue Tarifregelungen untermauert.

Alle sieben Fluglotsen seien ab 12.00 Uhr dem Aufruf der Gewerkschaft für Flugsicherung (GdF) zu einem fünfstündigen Ausstand gefolgt, sagte ein GdF-Sprecher auf ddp-Anfrage. Die Arbeitsniederlegung sei eine Auforderung an den Arbeitgeber, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Einen Termin für neue Gespräche zwischen den Tarifparteien gebe es noch nicht.

Die GdF hatte zuvor die dritte Verhandlungsrunde für gescheitert erklärt, nachdem keine Einigung über die Einführung einer sogenannten Übergangsversorgung erzielt wurde, wie sie für die Mehrheit der Fluglotsen in Deutschland üblich und bereits an anderen Regionalflughäfen vereinbart worden sei. Nach Erreichen der Altersgrenze von 57 Jahren sollen die Fluglotsen nach dem Willen der GdF wie bisher nicht mehr operativ eingesetzt werden. Die Übergangsversorgung diene dabei der Überbrückung der Zeit bis zum Renteneintritt.

Die Geschäftsführung des Flughafens Kassel-Calden teilte mit, dass es zu keiner Beeinträchtigung des Luftverkehrs durch den Ausstand gekommen sei. «Es gibt hier keinen regelmäßigen Linien- oder Charterverkehr», betonte Sprecher Jörg Ries. Der Flughafen werde überwiegend von Privat- und Sportfliegern frequentiert, die auf Sicht fliegen und dafür keine Lotsen benötigen. Seinen Angaben zufolge gibt es in Kassel jährlich insgesamt 35 000 Starts und Landungen.

(Redaktion)


 


 

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