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Warnstreik

Öffentlicher Dienst auf den Barrikaden

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(bo/dapd). Mit einem landesweiten Warnstreik in Hessen hat die Gewerkschaft ver.di den Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst erheblich ausgeweitet.

In den Verkehrsbetrieben von Frankfurt, Kassel, Wiesbaden und vielen weiteren Städten legten die Beschäftigten die Arbeit nieder, so dass keine U- und Straßenbahnen und auch nur ganz wenig Busse fuhren.

Wie der Tarifkoordinator der Gewerkschaft im Landesbezirk, Christian Rothländer, sagte wurden vielerorts auch Bürgerämter, Kfz-Zulassungsstellen und Kindertagesstätten ganztägig bestreikt. In mehreren Städten waren Demonstrationen und Kundgebungen geplant.

Ver.di fordert 6,5 Prozent mehr Geld für die insgesamt zwei Millionen Staatsbediensteten bei Bund und Kommunen in Deutschland. Die Arbeitgeber haben bisher 3,3 Prozent im Laufe von zwei Jahren angeboten. Die Verhandlungen werden am 28. und 29. März in Potsdam fortgesetzt. Ver.di-Chef Frank Bsirske drohte mit einem harten Arbeitskampf für den Fall, dass die Tarifverhandlungen platzen sollten.

In Hessen sind von den Verhandlungen laut ver.di rund 125.000 Beschäftigte betroffen. Bereits am 5. und 8. März hatten in einer ersten Runde der Warnstreiks in Frankfurt, Mittelhessen und Kassel insgesamt 7.600 Beschäftigte die Arbeit niedergelegt.

In Frankfurt kam der öffentliche Nahverkehr im morgendlichen Berufsverkehr weitgehend zum Erliegen. Lediglich die S-Bahnen fuhren normal. Im Gegensatz zur ersten Warnstreikwelle Anfang des Monats blieben diesmal auch fast alle Busse im Depot, zumal ver.di auch die Mitarbeiter privater Omnibusbetreiber zur Arbeitsniederlegung aufgefordert hatte. Obwohl der Warnstreik bereits am Freitag angekündigt worden war, zeigten sich viele Pendler am Morgen vom Streik der Verkehrsbetriebe überrascht. Über die Ausfälle der Bahnen und Busse informierten Hinweise in den Stationen und an den Haltestellen die Reisenden. An den Taxiständen kam es teilweise zu langen Wartezeiten.

Auch Schwimmbäder, Kindertagesstätten, Main-Schleusen sowie die Dienststellen des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden und des Deutschen Wetterdiensts in Offenbach sowie teilweise auch Krankenhäuser und kommunale Altenheime waren nach Gewerkschaftsangaben von dem Warnstreik in Hessen betroffen.

Stefan Höhle und Gerhard Kneier

(Redaktion)



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Bild Nr. 1 © Gerd Altmann / pixelio.de


 

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