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Tarifkonflikt

ver.di rief zu Warnstreik bei IKEA auf

(bo/dapd). Im Tarifkonflikt des hessischen Einzelhandels haben am Dienstag Beschäftigte bei IKEA in Wallau die Arbeit niedergelegt. An dem Warnstreik hätten sich 45 Arbeitnehmer beteiligt, sagte ver.di-Gewerkschaftssekretär Klaus Grawunder auf Anfrage.

Der Ausstand habe um 4.00 Uhr mit dem Start der Frühschicht im Bereich Logistik begonnen und bis zum Nachmittag gedauert.

In den vergangenen drei Verhandlungsrunden hätten die Arbeitgeber im Einzelhandel eine "Geiz-ist-geil-Mentalität" beim Angebot zur Steigerung der Gehälter, Löhne und Ausbildungsvergütungen gezeigt, kritisierte Grawunder. Auch die Forderung der ver.di-Tarifkommission, die Leiharbeit im Einzelhandel auf kurzfristige Arbeitsspitzen und Notfälle zu begrenzen und durch Ausgleichszahlungen tarifgerecht zu gestalten, habe gerade bei IKEA in Wallau ihre Berechtigung, sagte der Gewerkschafter.

In der Filiale würden mehr als 40 Leiharbeiter seit Jahren an den Kassen, im Restaurant und in der Logistik ständig eingesetzt. Den "Sozialtouch", den IKEA sich verleihe, gebe es schon lange nicht mehr.

Wegen des Warnstreiks musste IKEA nach Angaben Grawunders am Mittag die Leiharbeiter nach Hause schicken, weil diese keine Streikbrecher-Dienste leisten dürften. "Wir sind recht zufrieden mit dem Warnstreik", sagte der Gewerkschafter.

Dem Handel gehe es wirtschaftlich nicht schlecht, und auch IKEA Deutschland habe wieder ein exzellentes Geschäftsjahr gehabt, sagte Grawunder. Deshalb sei die Forderung der Gewerkschaft nach sechs Prozent mehr Geld in Ordnung. Die Arbeitgeber boten nach ver.di-Angaben 1,5 Prozent bei drei Null-Monaten.

(dapd )


 


 

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