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Besucherschwund

Winterwetter führt zu weniger Besuchern auf Weihnachtsmärkten

(dapd-hes). Das winterliche Wetter der vergangenen Wochen hat auf vielen Weihnachtsmärkten in Hessen zu einem deutlichen Rückgang bei den Besucherzahlen geführt.

"Wegen Schnee, Blitzeis und Kälte hatten wir auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt etwa 20 Prozent weniger Gäste als im letzten Jahr", sagte Ines Fey, Pressesprecherin der städtischen Tourismus und Congress GmbH auf dapd-Anfrage. Andere Märkte sind laut Umfrage mit der bisherigen Bilanz insgesamt meist zufrieden, obwohl sich auch bei ihnen die Witterungsverhältnisse ungünstig auswirkten. Die jüngsten Warnungen vor Terroranschlägen und die erhöhte Polizeipräsenz hätten sich hingegen nicht negativ bemerkbar gemacht.

Hessens größtem Weihnachtsmarkt auf dem Frankfurter Römerberg fehlten den Angaben zufolge insbesondere die Besucher aus dem Umland. "Bei glatten Straßen setzen sich die Leute gar nicht erst ins Auto. Viele Busreiseveranstalter haben außerdem ihre Fahrten abgesagt", berichtete die Sprecherin weiter. Auch die Kälte habe vielen Standbetreibern auf dem Römerberg das Geschäft verdorben. "Es ist ein schmaler Grat zwischen zu warm für Glühwein und zu kalt zum draußen stehen", erklärte Fey.

Sicher, aber schneereich und kalt

Die Terrorwarnungen haben hingegen nach ihrer Einschätzung keine Rolle gespielt. Geschäftsführer Thomas Feda ergänzt: "Es war der sicherste, schneereichste und kälteste Weihnachtsmarkt seit zehn Jahren - aber auch einer der besucherschwächsten". Natürlich wirke sich das auch auf die Umsätze aus. Konkrete Angaben liegen dem städtischen Unternehmen zufolge jedoch nicht vor. "Die Standbetreiber reden mit uns nicht über Umsätze", sagte Feda.

Umsatzeinbußen bis zu 20 Prozent beklagen hingegen die Händler auf dem Offenbacher Weihnachtsmarkt. Auch in diesem Fall ist dem Veranstalterfirma Pro Of GmbH zufolge das Winterwetter schuld. "Etwas kühlere Temperaturen und Schnee sind für den Weihnachtsmarkt ja ganz schön, aber wenn es zu kalt ist, möchte sich dort niemand mehr aufhalten", sagte ein Sprecher.

Auf den Weihnachtsmärkten in Kassel sowie Michelstadt in Odenwald ist man hingegen zufrieden. Zwar seien an besonders eisigen Tagen weniger Besucher unterwegs gewesen, berichtete Andrea Behrens von der Kassel Marketing GmbH. "Bei gutem Wetter war es dafür jedoch um so voller", fügte sie hinzu. In Michelstadt war die Besucherresonanz laut Angaben der Stadtverwaltung den widrigen Umständen zum Trotz sogar noch besser als 2009. In Fulda und Wiesbaden hoffen die Veranstalter zumindest auf gleich bleibende Besucherzahlen.

Keine Angst vor Terroranschlägen

Eine wachsende Aufmerksamkeit der Gäste angesichts der Terrorwarnungen stellten die Händler auf dem Darmstädter Weihnachtsmarkt in Darmstadt fest. Michael Hausmann vom dortigen Schaustellerverband berichtete: " Manche Leute weisen die Standbetreiber auf herrenlose Taschen hin, die irgendwo herumstehen." Das sei eine völlig neue Entwicklung. Ängstlich seien die Besucher jedoch nicht gewesen. Auch die Kälte habe den Darmstädtern augenscheinlich wenig ausgemacht. "Im letzten Jahr hatten wir bei niedrigen Temperaturen weniger Gäste als diesmal. Die Menschen haben sich offenbar daran gewöhnt", schlussfolgert Hausmann.

(dapd )


 


 

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