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Welt-COPD-Tag heute

Bewußtsein schaffen für lebensbedrohliche Lungenerkrankungen

Was umgangssprachlich oft als „Raucherhusten“ verharmlost wird, kann eine ernsthafte, chronische Erkrankung der Lunge mit lebensbedrohlichen Ausmaßen sein. Experten sprechen von chronisch-obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD: chronic obstructive pulmonary disease) –, die als die vierthäufigste Todesursache weltweit gelten. Zu diesen Lungenerkrankungen zählt auch der Alpha-1-Antitrypsin-Mangel (AAT-Mangel), eine Erbkrankheit, die das Lungengewebe langfristig schädigen kann.

In Deutschland haben vermutlich mehr als 10.000 Menschen einen schweren AAT-Mangel, jedoch sind nur 10 bis 15 Prozent der Betroffenen diagnostiziert. Peter Kukry hatte Glück. Bei dem 48jährigen wurde der AAT-Mangel vor acht Jahren entdeckt. „Ohne die regelmäßige Therapie mit Alpha1-Antitrypsin und der konstanten Sauerstoffzufuhr würde ich vielleicht nicht mehr leben oder es würde mir bedeutend schlechter gehen“, sagt Kukry. Medizinische Behandlung, (Lungen)Sport und die richtige psychische Einstellung – das sind für den ehemaligen Leistungssportler die Grundpfeiler seines immer noch aktiven Lebens. Selbsthilfegruppen wie der Alpha1 Deutschland e. V., DEG (Deutsche Emphysemgruppe e.V.) oder COPD-Deutschland e.V. nehmen den Welt-COPD-Tag am 18. November 2009 zum Anlass, Ärzte, Patienten sowie mögliche Betroffene für diese seltene Erkrankung zu sensibilisieren.

Kurzatmigkeit oder Luftnot schon nach geringer körperlicher Anstrengung sind nicht immer nur ein Zeichen mangelnder Kondition oder einer hartnäckigen Erkältung. Sie können auch Symptome einer relativ seltenen Lungenkrankheit sein: dem Mangel an dem Protein Alpha-1-Antitrypsin, das das Lungengewebe vor schädigenden Stoffen schützt.

Fehlt dem Körper dieses Eiweiß kann es dazu führen, dass das Lungengewebe kontinuierlich abgebaut wird. Die Folge: Es kommt zu einer Überblähung der Lunge - Luft kann zwar noch ein-, aber nicht mehr vollständig ausgeatmet werden. Im weiteren Verlauf setzt eine Zerstörung von Lungengewebe ein, es entsteht ein so genanntes Lungenemphysem. Somit zählt der AAT-Mangel zu den chronisch-obstruktiven Lungenerkrankungen.

Erschreckend hoch ist die Dunkelziffer der von einem AAT-Mangel betroffenen Lungenerkrankten: In Deutschland weiß nur etwa jeder zehnte Betroffene um seine Krankheit . Dabei sind eine frühzeitige Diagnose und eine entsprechende Therapie von größter Bedeutung, um das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen, die Funktion der Lunge länger zu erhalten und Leben zu verlängern. Im Durchschnitt erhält ein Betroffener seine Diagnose erst nach fünf Jahren und nachdem er sieben verschiedene Ärzte aufgesucht hat. In dieser Zeit kann Lungengewebe unwiederbringlich verloren gehen.

Der Welt-COPD-Tag ist ein wichtiges Datum, um diese noch immer nicht ausreichend bekannte Krankheit national und international in das Bewusstsein der Öffentlichkeit und Ärzteschaft zu rücken. 

Quelle: Kommunikation Alpha-1-Antitrypsin-Mangel

(Redaktion)


 


 

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