Sie sind hier: Startseite Rhein-Main Marketing Marketing News
Weitere Artikel
  • 10.02.2016, 14:19 Uhr
  • |
  • Rhein-Main
Werbeform

AdWords für Existenzgründer: Beachten Sie diese sechs Punkte

Wenn Sie Ihr Business mit Google AdWords zum Laufen bringen möchten, sollten Sie daher die folgenden Punkte beachten. Mit Fleiß und Geschick wird so aus einer Existenzgründung nach und nach ein florierendes Unternehmen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Setzen Sie sich Ziele
  2. Deckeln Sie Ihr Tagesbudget
  3. Bereiten Sie Ihre Webseite durch eine gute Landingpage vor
  4. Ermitteln und nutzen Sie Keywords richtig
  5. Starten Sie Ihre Kampagne mit einer guten Anzeige
  6. Messen Sie Ihre Erfolge und optimieren Sie die Kampagne

Existenzgründer haben ein Ziel: Sie möchten ihre Dienstleistung oder ihr Produkt verkaufen. Das ist gerade zum Start eines Unternehmens schwer genug, sagt Daniele Mulas, Geschäftsführer der auf AdWords spezialisierten Online Marketing Agentur DAMcon. Noch schwerer ist es, wenn es sich um ein kleines Unternehmen mit beschränktem Budget handelt. Doch es gibt eine Werbeform, die seit Jahren für wenig Geld Besucher und Verkäufe verspricht: Google AdWords.

Immer wieder lockt Google mit dem bekannten AdWords Gutschein über 75 Euro. Spätestens dann ist diese Werbeform für Existenzgründer einen genaueren Blick wert. Aber: Google AdWords ist längst kein Garant mehr für eine gute Conversion Rate. Es ist zwar ein Leichtes, Traffic aus dieser Werbeform zu ziehen. Aber genau damit fängt das Problem für Existenzgründer an. Denn unkontrollierter Traffic verpufft, das Budget ist schnell aufgebraucht und der Existenzgründer hat dennoch keinen Abschluss.

1. Setzen Sie sich Ziele

Das wichtigste Gebot bei AdWords ist, dass Sie vor einem Kampagnenstart Ihre Ziele definieren. Denn der Service ist mächtig und verleitet dazu, den Fokus zu verlieren. Fragen Sie sich: "Was will ich erreichen?" Es ist beispielsweise völlig nutzlos, wenn Sie massenhaft Besucher generieren, diese aber Ihre Dienstleistung oder Ihr Produkt nicht nachfragen oder bei lokalen Dienstleistungen aus der falschen Region kommen.

Sollen die Besucher Ihre Produkte kaufen, möchten Sie Newsletterabonnenten generieren oder möchten Sie ein kostenloses E-Book bewerben? Das sind wesentliche Dinge, die Ihre Kampagne beeinflussen, weil diese jeweils eine andere Nutzerintention ansprechen. Sie sollten daher genau wissen, ob eher Begriffe wie "kaufen" oder "Angebot" wichtig sind oder "kostenlos" und "anmelden".

2. Deckeln Sie Ihr Tagesbudget

Aus diesem Grund ist auch eine Kostenkontrolle sehr wichtig. Google erlaubt Ihnen, ein tägliches Budget anzugeben. Nutzen Sie diese Deckelung Ihrer Ausgaben unbedingt, denn sonst kann AdWords schnell ein teurer Spaß ohne Einnahmen werden.

In diesem Zusammenhang sollten Sie sich aber auch klarmachen, dass AdWords ein stetiger Prozess ist. AdWords lohnt sich nicht, um ein Budget von 200 Euro regelrecht zu verpulvern. Es lohnt sich aber für mittel- und langfristige Kampagnen, die Ihnen immer wieder neue Kunden bringen werden.

Anfangs ist AdWords sogar teuer. Aber je besser Sie Ihre Kampagne optimieren, desto niedriger wird Ihr Klickpreis und desto größer wird der potenzielle wirtschaftliche Erfolg bzw. Gewinn. Denn Sie kaufen Kunden günstig ein, die Werbekosten pro Auftrag oder Verkauf sinken rapide.

3. Bereiten Sie Ihre Webseite durch eine gute Landingpage vor

Als nächstes kommt ein Punkt, der Sie vielleicht überraschen wird. Denn dieser betrifft scheinbar nicht oder nur indirekt Ihre AdWords-Kampagne. Dennoch ist er maßgeblich für Ihren Erfolg und Ihre Kosten. Bereiten Sie Ihre Webseite auf die Kampagne vor und erstellen Sie eine möglichst optimale Landingpage. Es gibt zwei gute Gründe dafür.

Der erste Grund betrifft Ihre Conversion Rate. Sucht der Nutzer nach einem Produkt und klickt dann auf Ihre Anzeige, bieten Sie auf der Landingpage exakt das beworbene Produkt an, um den Kauf so einfach wie möglich zu gestalten. Sonst sinkt Ihre Conversion Rate.

Der zweite Grund ist der Qualitätsfaktor, den Google zur Berechnung von Klickpreisen heranzieht. Einen Teil dieses Faktors macht die Relevanz Ihrer Landingpage aus. Diese ist größer, wenn Sie einen themenrelevanten Text für Google anbieten. Dieser sollte wenigstens Ihre wichtigsten Keywords, entsprechende Synonyme und eine Handlungsoption (kaufen, buchen usw.) enthalten.

4. Ermitteln und nutzen Sie Keywords richtig

Spätestens jetzt ist es an der Zeit, die Keywords zu ermitteln. Dabei handelt es sich um die Begriffe, bei deren Suchanfragen Ihre Werbung eingeblendet werden soll. Eine gute Hilfe bei der Recherche bietet der Keyword Planer in AdWords (unter Tools). Ermitteln Sie daraus für Ihr Angebot relevante Begriffe und Begriffskombinationen.

Generell ist es nicht ratsam, auf einzelne Begriffe zu bieten. Denn je allgemeiner Ihre Keywords sind, desto mehr Besucher wird er ansprechen. Mehr Besucher kosten aber Geld, bringen aber wenig ein. Es nutzt beispielsweise nichts, wenn Sie eine Werbung auf "Schuhe" schalten und auf der Landingpage rote Ballerinas anbieten. Denn der Streueffekt wird zu groß. Das ist der Trick: Durch Zuspitzung der Keywords verbessern Sie den potenziellen Traffic und steigern damit die Effektivität Ihrer Kampagne. Sie buchen also Anzeigen auf den Begriff "rote Ballerinas kaufen".

Aber es reicht nicht aus, die richtigen Keywords zu finden. Sie müssen diese auch geschickt einsetzen. Dazu stehen Ihnen im Wesentlichen drei Varianten zur Verfügung: "broad match", "phrase match" und "exact match". Bei "broad match" und "phrase match" blendet Google die Anzeigen auch dann ein, wenn die Suchanfragen begrifflich die Keywords beinhalten, aber darüber hinausgehen. Das ist nicht in Ihrem Interesse. Arbeiten Sie daher mit "exact match", indem Sie die Keywords beim Einbuchen so mit einer eckigen Klammer umfassen: [Keyword]. Nur dann beschränkt Google die Einblendung auf Ihr eigentliches Keyword.

Noch ein Tipp: Anfangs sind Keywords teuer. Meistens sinkt der Preis nach einer Zeit deutlich. Wenn der Klickpreis zu hoch bleibt, streichen Sie die Keywords zunächst. Konzentrieren Sie sich am Anfang auf wenige günstige, aber für Ihr Vorhaben sinnvolle Keywords.

5. Starten Sie Ihre Kampagne mit einer guten Anzeige

Nun erstellen Sie eine Anzeige. Diese sollte Ihr Keyword aufgreifen und die Kaufintention enthalten. Gute Beispiele sind Anzeigentitel wie "Produkt Angebot" oder "Produkt kaufen" sowie weitere relevante Keywords im Anzeigentext. Je besser die Anzeige zur Suchintention passt, desto eher klicken die Menschen auf Ihre Anzeige, die an Ihrem Produkt interessiert sind.

In der Regel ist es anfangs effektiv, die Kampagne lokal zuzuspitzen. Ort, Zielgruppe und weitere Details können Sie entsprechend über das Kampagnenmenü optimieren. Ebenso sollten Sie das Display-Netzwerk vorerst ausschließen. Denn dieses bezieht sich auf Einblendungen auf anderen Webseiten. Das kann eine interessante Option für Experten sein. Ihre Kunden erreichen Sie aber über Anzeigen in der Google-Suche besser. Denn nur dort erscheint Ihre Anzeige ausschließlich dann, wenn gezielt nach Ihrem Angebot gesucht wird. Gezielter können Sie die Kunden nicht abholen!

6. Messen Sie Ihre Erfolge und optimieren Sie die Kampagne

Anfangs kann AdWords frustrierend sein. Sie werden vermutlich Geld verbrennen. Das ist ohne Hilfe fast unumgänglich. Wichtig ist daher, dass Sie Ihre Erfolge und Misserfolge im Blick behalten. Bauen Sie ein Trackingsystem auf, messen Sie die Conversion Rate nach Anzeigenklicks. Möglich ist dies durch Profitools oder abgeschwächt auch mit den kostenlosen Tools Piwik und Google Analytics. Je besser Sie verstehen, welche Klicks Ihnen welche Abschlüsse bringen und welche Klicks ins Leere laufen, desto besser können Sie ihre Kampagnen optimieren. AdWords bietet viele gute Features im System, scheuen Sie sich aber nicht, die Daten in ein übersichtliches Tabellenprogramm zu exportieren und aufzubereiten.

Das Erfassen solcher Daten ist kein Selbstzweck. Die Daten zeigen Ihnen Schwachstellen auf. "Performen" Keywords nicht? Dann schmeißen Sie diese raus. Ist die Conversion Rate trotz guter Landingpage schlecht? Dann optimieren Sie die Anzeige. Stimmt der Traffic, aber es gibt viele Kaufabbrüche im Shop? Dann optimieren Sie Ihre Landingpage. Durch Tracken der Besucherströme und dem Auswerten der Erfolge können Sie Ihre Kampagne sinnvoll optimieren.

Das gilt für jedes Keyword, für jedes Budget und für jedes Business. Allerdings erfordert das Optimieren auch das Einarbeiten in das Thema AdWords. Denn selbstverständlich ist der Kampagnenerfolg nicht. Wenn Sie sich lieber auf Ihr Business konzentrieren möchten, schalten Sie eine AdWords-Agentur ein.

(Redaktion)


 


 

Keyword
AdWords
Anzeige
Landingpage
Produkt
Conversion Rate
Budget
Begriff
Traffic
Ihnen
Klickpreis
Erfolg
Kaufintention
Dienstleistung
Werbeform

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Keyword" - jetzt Suche starten:

Entdecken Sie business-on.de: