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Präsidentschaftswahl Amerika

Wie Amerikaner in Hessen an der Präsidentschaftswahl teilnehmen können

(bo/ddp-hes). Auch in Hessen hat der US-Präsidentschaftswahlkampf zwischen dem Demokraten Barack Obama und dem Republikaner John McCain seine heiße Phase erreicht. Vor allem in Frankfurt am Main kämpfen Mitglieder der beiden Auslandsparteien «Democrats Abroad» und «Republicans Abroad» um die Stimmen von mehr als 19 000 in Hessen lebenden US-Bürgern - 2800 davon Angehörige des US-Heeres. «Wir sehen unsere Rolle vor allem darin, zu informieren und Hilfestellungen bei der Wahlregistrierung zu leisten», sagt die Vorsitzende der «Democrats Abroad» in Hessen, Beverly Seebach.

In den meisten US-Bundesstaaten laufen die Fristen für die
Beantragung der Briefwahlunterlagen erst in diesen Tagen ab. Für
Auslandsamerikaner ist die Teilnahme an der Wahl kompliziert und
langwierig. Im Gegensatz zur Bundesrepublik gibt es in den USA keine
Meldepflicht - das heißt für US-Amerikaner, sie müssen sich zunächst
aus eigener Initiative für die Wahl registrieren lassen. Die
Registrierung muss in dem Bundesstaat erfolgen, in dem der Wähler
zuletzt gelebt hat. Erst nach einer erfolgreichen Registrierung
können sie dann die Briefwahlunterlagen beantragen.

Erschwerend komme hinzu, sagt Walter Wieland, der Sprecher des
US-Generalkonsulats in Frankfurt, dass beinahe jeder Bundesstaat
andere Fristen für die Rücksendung von Anträgen und Wahlunterlagen
habe. Bürger aus einigen Bundesstaaten machten sich die Mühe mit dem
Kreuzchen für Obama oder McCain vielleicht zudem ganz umsonst, «denn
wenn der Stimmenvorsprung eines Kandidaten größer ist als die Zahl
der Wahlbriefe, so werden diese gar nicht erst ausgewertet».

Das Generalkonsulat bietet parteiunabhängige Hilfe bei der
Briefwahl an. Auf den Internetseiten der Behörde gibt es Erklärungen
zu allen nötigen Formularen. Außerdem veranstaltete das Konsulat im
September eine «American Citizen Information Night», bei der die
US-Bürger alle Informationen rund um die Wahl erhalten haben.

Auch die «Democrats Abroad» bieten Hilfestellungen. «Wir wurden
extra von Experten aus Washington geschult», sagt Beverly Seebach.
Und auch ihr Handbuch «mit allen Regeln habe ich immer dabei». Der
Vorsitzende der deutschen Auslands-Republikaner, Michael Ricks,
verweist dagegen auf neutrale Hilfe: «Wir finden es besser, wenn
Unabhängige Unterstützung bei der Registrierung leisten - schließlich
werden auch Informationen preisgegeben, die parteipolitisch nutzbar
sind.»

Unabhängig davon, wie die Wahl ausgeht, werden die Mitglieder
beider Parteien in Frankfurt die Wahlnacht gemeinsam verbringen. Das
Generalkonsulat lädt in der Nacht zum 5. November in Zusammenarbeit
mit dem Frankfurter Amerikahaus zu einer «All Night Election Party»
ein. Mitten in der Nacht können dort dann die ersten Hochrechnungen
von CNN live verfolgt werden, während parteiunabhängige Experten
erste Analysen der Wahl vornehmen.

(rheinmain)


 


 

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