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Neue Perspektiven für deutsche Firmen

Wirtschaft schöpft Hoffnungen aus der Wahl Obamas

Zur Wahl von Barack Obama als neuen Präsidenten der Vereinigten Staaten erklärt Gustel Bamberger, Außenwirtschaftsexpertin der IHK Wiesbaden: „Die Unternehmen in der Region Wiesbaden schauen voller Erwartungen auf die neue US-Politik. Barack Obama setzt nach eigenen Aussagen auf einen engen Dialog mit Europa. Es besteht daher die Hoffnung, dass die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Europa und den USA, die sich in den letzten Jahren rückläufig entwickelt haben, neu belebt werden.

Die USA sind der größte Abnehmer hessischer Waren außerhalb der EU und die Verbundenheit zwischen hiesigen und amerikanischen Unternehmen ist eng. Im ersten Halbjahr 2008 konnte die hessische Wirtschaft Waren im Wert von 26,4 Milliarden Euro im Ausland absetzen, was einer Zunahme von gut 10 Prozent entspricht. In die USA gingen die Exporte hingegen geringfügig auf 1,9 Milliarden Euro zurück. Deutschlandweit sind rund 3.000 deutsche Unternehmen in den USA mit Produktions- und Vertriebsstätten vertreten. Sie stellen über 650.000 Arbeitsplätze zur Verfügung. Ihr Investitionsvolumen liegt bei 203 Milliarden USD.
Aufgrund der Finanzkrise wird allgemein eine Drosselung der deutschen Exporte in die USA erwartet. Mit der Wahl von Barack Obama verbessern sich jedoch wieder die Perspektiven für deutsche Firmen, denn der künftige Präsident hat im Wahlkampf angekündigt, stärker in die amerikanische Infrastruktur investieren zu wollen. Außerdem tritt er für eine neue Energiepolitik mit dem Schwerpunkt auf Erneuerbare Energien ein. Dies bietet vielfältige Chan-cen, weil deutsche Unternehmen auf dem Umweltschutzmarkt weltweit führend sind. International sehr stark gefragt sind deutsche Produkte der Mess-, Steuer - und Regeltechnik. Bereits jetzt bescherte das Notfallgesetz zur Stabilisierung der US-Wirtschaft dem Sektor Erneuerbare Energien einen unerwartet kräftigen Impuls. Obama plant, künftig 15 Milliarden USD pro Jahr in neue Technologien wie Wind- und Solarenergie zu investieren.
Die Wirtschaft erwartet außerdem, dass sich Obama für die Wiederaufnahme der multilateralen Freihandelsgespräche im Rahmen der Doha-Verhandlungen einsetzt. Deutschland ist als führende Exportnation wie kaum ein anderes Land an einem multilateralen Freihandelsabkommen und einem verbindlichen Rechtsrahmen durch die WTO interessiert.“

Quelle: IHK Wiesbaden

(Redaktion)


 


 

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