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  • 01.12.2008, 09:48 Uhr
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Gesetzesregelungen von Praktikanten

Wirtschaft will keinen verbesserten Schutz für Praktikanten

(bo/ddp.djn). Die deutsche Wirtschaft fordert die Bundesregierung auf, ihre Pläne für schärfere Schutzvorschriften zugunsten von Praktikanten fallen zu lassen. «Die jetzt diskutierten Regelungen gefährden jährlich mindestens 100 000 Praktikantenstellen», sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Ludwig Georg Braun, dem «Handelsblatt» (Montagausgabe). Das könne weder im Interesse der Politik noch der Unternehmen sein.

Am härtesten würden Schüler, Studenten und Hochschulabsolventen
getroffen, ihnen breche womöglich eine wichtige Brücke ins
Berufsleben weg, warnte Braun. Braun stützt sich auf eine Umfrage des
DIHK unter mehr als tausend Unternehmen. Danach schreckt die Betriebe
besonders ab, dass sie nach den Plänen von Bundesarbeitsminister Olaf
Scholz (SPD) in Zukunft im Konfliktfall vor Gericht beweisen müssten,
Praktikanten nicht unzulässig als Arbeitskraft eingesetzt zu haben.
Heute liege die Beweislast dafür bei den Praktikanten.

Außerdem sollen Praktikanten einen Ausgleich für zu geringe oder
nicht gezahlte Vergütung in Zukunft auch Jahre nach der
Praktikumstätigkeit einklagen können. 54 beziehungsweise 45 Prozent
der Unternehmen würden keine Praktikanten mehr nehmen, sollte einer
dieser Pläne umgesetzt werden, warnte der DIHK.

(Redaktion)


 


 

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