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Aufruf zur Belebung der Konjunktur

Wirtschaftsexperte drängt auf Maßnahmen gegen Rezession

(bo/ddp.djn). Immer mehr Experten fordern die Bundesregierung angesichts des Abgleitens der Wirtschaft in die Rezession auf, mehr zur Belebung der Konjunktur zu unternehmen. Zur Stärkung der Kaufkraft der Bürger und Steigerung der Binnennachfrage müsse die große Koalition die Lohn- und Einkommensteuer korrigieren, verlangte der Bremer Finanzwissenschaftler Rudolf Hickel der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Freitagausgabe). Hickel plädierte vor allem dafür, den Steuertarif langsamer ansteigen zu lassen.

Zur Zeit liegt der Eingangssteuersatz (ab einem Einkommen von 7664 Euro) bei 15 Prozent des Einkommens; ab 52 152 Euro werden 42 Prozent Steuern fällig. Vor allem im unteren Bereich steigt die Steuerkurve nach den Worten von Hickel zu schnell an: «Es darf nicht sein, dass die Steuerbelastung um zwei Prozent wächst, wenn jemand ein Prozent mehr Lohn bekommt», kritisierte der Wissenschaftler. Er forderte, statt bei den Löhnen und Gehältern nur über Bruttozuwächse zu reden, müsse stärker die Nettoentlastung diskutiert werden. Hier sei der Gesetzgeber «dringender denn je gefordert», mit einem geschickten Schachzug die Bemühungen der Tarifpartner um bezahlbare und zugleich auskömmliche Entgelte zu unterstützen.

Hickel bekräftigte seine Forderung nach einem Zukunftsinvestitionsprogramm mit einem Einstiegsvolumen von 30 Milliarden Euro. Er betonte: «Glücklicherweise sieht auch der Sachverständigenrat angesichts der tiefen Rezession endlich die Notwendigkeit solcher Stützungsmaßnahmen ein.»

(Redaktion)


 


 

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