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"Sozial gerecht"

Wirtschaftsexperte Hickel lobt Tarifabschluss im öffentlichen Dienst

(bo/ddp.djn). Als «sozial gerecht», hat der Bremer Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel den Tarifabschluss im öffentlichen Dienst gelobt. «Positiv überrascht» hat ihn der Sockelbetrag im Vertrag, der vor allem jenen zugute komme, die kleine Einkommen beziehen, sagte Hickel der «Frankfurter Rundschau» (Dienstagausgabe).

Der Gewerkschaft ver.di sei es gelungen, die Reihen geschlossen zu halten, obwohl sie sich auf eine Flexibilisierung der Arbeitszeit eingelassen habe. «Wenn die Arbeitgeber schon eine Verlängerung der Arbeitszeit verlangen, wird diese wenigstens je nach Belastung der Arbeitnehmer verteilt», sagt Hickel. Das werde in der Gewerkschaft als «gerecht empfunden».

«Der Abschluss trägt in einem sehr komplizierten Tarifbereich - von der Krankenschwester über den Müllarbeiter bis zum Sachbearbeiter im Passamt - unterschiedlichsten Interessen Rechnung.» Auf die Kommunen kämen jetzt zwar «erhebliche Belastungen» zu, die Hickel «vorsichtig geschätzt mit zehn Milliarden Euro» beziffert. Doch damit sei auch der Zeitpunkt gekommen, darüber nachzudenken, «wie die Kommunen fiskalisch wieder besser ausgestattet werden können».

Gerade die Städte und Gemeinden hätten in der Vergangenheit besonders unter der Steuersenkungspolitik gelitten und die Beschäftigten hätten das mit Reallohneinbußen bezahlen müssen. Der Abschluss trage zur Stärkung der Motivation der Beschäftigten bei. «Das wird auch ihre Leistungen steigern. Und dann zahlt sich der Abschluss allemal aus», ist der Ökonom überzeugt.

(Redaktion)


 


 

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