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  • 10.03.2015, 11:55 Uhr
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Wirtschaftsjahr

Gute Aussichten für 2015- Steigende Einnahmen, starke Konjunktur und Jobboom

Trotz der anhaltenden politischen Konflikte, Krisen und Kriege in der Ukraine, im Irak und in Syrien sowie die ungewisse Zukunft Griechenlands und die Auswirkungen auf die Euro-Zone, sehen die konjunkturellen Aussichten in Deutschland auch für das Jahr 2015 gut aus. Einige Gründe, die für ein starkes Wirtschaftsjahr 2015 sprechen:

Steigende Staatseinnahmen

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat im Jahr 2014 zum dritten Mal in Folge schwarze Zahlen im Bundeshaushalt vermelden können. Bund, Länder, Kommunen und die Sozialversicherung verzeichneten Mehreinnahmen in Höhe von 18 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Diese Summe bedeutet einen Überschuss von 0,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes.

Dabei konnte der Bund den höchsten Finanzierungsüberschuss – d.h. den Betrag, der sich aus der Differenz der Einnahmen und der Ausgaben ergibt - mit 11,4 Milliarden Euro realisieren, nach einem Defizit von 4,5 Milliarden im Jahr zuvor. Dass der Bund einen Finanzierungsüberschuss vermeldet, ist nicht immer selbstverständlich. Seit der Wiedervereinigung 1989/1990 hatte es der Bund bis auf das letzte Jahr nur im Jahr 2000 geschafft, einen Überschuss zu erwirtschaften. Für den aktuellen Überschuss des Staates sind die gute Konjunktur mit Rekordbeschäftigung sowie steigende Löhne in einigen Branchen, z.B. in der Chemieindustrie, verantwortlich. Von den höheren Steuereinnahmen und steigenden Sozialbeiträgen profitierte insbesondere der Bund.

Auch die Bundesländer setzten den Schuldenabbau erfolgreich fort und verzeichneten im letzten Jahr einen Überschuss in Höhe von 1,9 Milliarden Euro, hervorgegangen war ein Defizit von 2,8 Milliarden im Jahr 2013. Einen Rückgang bei den Überschüssen gibt es jedoch auf Seiten der Gemeinden und der Sozialversicherung zu vermelden. Im Vergleich zu den Zahlen im Jahr 2013 fielen die Mehreinnahmen der Gemeinden (2013: 5,3 Milliarden Euro) und der Sozialversicherung (2013: 6,1 Milliarden) im Jahr 2014 mit 1,3 Milliarden Euro respektive 3,4 Milliarden Euro deutlich geringer aus. Analysten und Konjunkturforscher sind indes optimistisch, dass der Staat insgesamt den eingeschlagenen Konsolidierungskurs fortsetzen wird.

Konjunkturelle Aussichten für 2015

Ein wesentlicher Grund für die guten Aussichten hinsichtlich Einnahmen in den Staatskassen ist das Erstarken der Konjunktur zum Ende des Jahres 2014. Durch das starke letzte Quartal konnte die deutsche Wirtschaft stärker zulegen, als Anfang des Jahres angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im vierten Quartal um 1,6 Prozent, von Oktober bis Dezember 2014 um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Der ifo Geschäftsklimaindex, ein wichtiger Indikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland, ist von 106,7 Punkten im Januar 2015 auf 106,8 Punkte im Februar 2015 und damit zum vierten Mal in Folge gestiegen. Nach Angaben der Analysten wirken sich vor allem die gesunkenen Ölpreise und die anhaltende Schwäche des Euros positiv auf die deutsche Wirtschaft aus. Folgende Gründe sind nach Angaben des Handelsblatts für die gute Entwicklung verantwortlich, diese könnten sogar zu einem stärkeren Wachstum im laufenden Jahr führen:

Niedriger Ölpreis – Mehr Geld für private Haushalte und Unternehmen

Seit Sommer 2014 hat sich der Ölpreis mehr als halbiert. Dieser Rückgang und der anhaltend tiefe Preis für den fossilen Rohstoff sorgen für niedrigere Lebenshaltungskosten der Haushalte und kurbeln den Absatz der Unternehmen durch Einsparungen bei den Energiekosten an. Es wird erwartet, dass die aktuelle Preisentwicklung bis zu 0,5 Prozentpunkte an zusätzlichem Wachstum bringen könnte.

Die Bundesbürger haben aufgrund des gesunkenen Ölpreises mehr Geld im Portemonnaie, das sie einerseits für den privaten Konsum ausgeben können. Andererseits begünstigen die anhaltenden Niedrigzinsen für Sparguthaben die Anlage in Sachwerten, machen aber auch andere Anlageformen wie Aktien oder den Handel mit anderen Finanzprodukten attraktiv.

Wer in die vielfältigen und teilweise hochriskanten Finanzprodukte investieren will – das Spektrum reicht unter anderem von Aktien, Fonds, Anleihen über Hebelprodukt wie beispielsweise Contracts for Differencem (CFD) und Futures bis zum Handel mit Rohstoffen und Währungen – ist gut beraten, sich im Vorfeld über die Risiken genauestens zu informieren. Einige der aufgeführten Anlageprodukte werden nicht an der Börse, sondern von sogenannten Brokern gehandelt. Hierbei handelt es sich um eine Art Makler, der im Handel mit Finanzprodukten auch als Anbieter involviert ist. Vor dem Einstieg ist ein Broker Vergleich zu empfehlen, um einen Überblick über die verschiedenen Anbieter zu bekommen. Wer sich selbst das Wissen zum Handel mit Finanzprodukten aneignen möchte, kann von qualifizierten Schulungen, beispielsweise von www.ig.com profitieren. Des Weiteren ist wichtig, dass der jeweilige Anbieter durch Marktdaten und Analysen einen transparenten Einblick in sein Geschäftsfeld ermöglicht. 

Eine vermeintlich weniger risikoreiche Geldanlage sind Immobilien. Aufgrund der erwähnten Krisen und der unsicheren Entwicklung der Eurozone wird der deutsche Immobilienmarkt weiterhin als eine sichere Anlage eingestuft. Durch die anhaltenden Niedrigzinsen wird weiterhin erwartet, dass die Nachfrage nach Immobilien auch im laufenden Jahr auf hohem Niveau bleibt.

Günstiger Euro

Der Eurokurs ist so niedrig wie seit Jahren nicht mehr. Für die Unternehmen der Exportbranche bedeutet dies, dass sie ihre Waren vor allem in Übersee günstiger anbieten können und so ihren Umsatz steigern bzw. bei gleichbleibenden Preisen ihre Gewinne erhöhen. Deutschland erzielte 2014 einen Exportüberschuss von 285 Milliarden Euro und sorgte damit für einen neuen Rekord.

Boom auf dem deutschen Arbeitsmarkt

Experten und Wirtschaftsforscher erwarten durch die oben aufgeführten Indikatoren eine deutliche Zunahme der Beschäftigung. Die optimistischen Schätzungen gehen von bis zu 450.000 zusätzlichen Arbeitskräften aus, die teilweise durch die steigende Zahl der Zuwanderer aufgefangen werden können. Auch der anhaltend hohe Bedarf an Fachkräften und der Aufwärtstrend bei Dienstleistungen sind weitere Gründe für die guten Aussichten auf dem Arbeitsmarkt.

Die Zahl der Erwerbstätigen dürfte sich der 43 Millionenmarke nähern und damit einen Rekord erreichen. Dies steigert die Nachfrage im Inland und macht die Wirtschaft hierzulande ein Stück weit unabhängiger von den Entwicklungen im Ausland.

(Redaktion)


 


 

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