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Niedecken bei FFH

Wolfgang Niedecken zu Besuch bei HIT RADIO FFH

Am 30. März wurde der Gründer der Kölschrock-Kultband BAP 60 Jahre alt. Wolfgang Niedecken war am Sonntag, 10. April, von 9 bis 12 Uhr zu Gast in der Sendung „Silvia am Sonntag“ bei HIT RADIO FFH. Mit Moderatorin Silvia Stenger sprach Wolfgang Niedecken über sein Privatleben.

Zum Beispiel, dass er sich nur im Kölner Dialekt „Kölsch“ streitet. Und der Vater zweier Töchter verriet, dass er sich zuhause nicht durchsetzen kann, wenn „Germany’s next Topmodel“ im Fernsehen läuft: „Das ganze Wohnzimmer ist voll Weiber, alle bringen Freundinnen mit und tratschen, haben einen Spaß und ich muss mich jeden Kommentars enthalten, weil ich komm‘ mir sonst auch wie ein nörgelnder Langweiler vor.“

In Köln betrieben Niedeckens Eltern einen Lebensmittelladen. Der BAP-Sänger erzählte im Gespräch beim hessischen Privatsender HIT RADIO FFH: „30. März 1951, es war ein Freitag, kurz vor Ladenschluss. Da hat sich meine Mutter freigenommen und mich zur Welt gebracht.“ Über seine Heimatstadt Köln erzählte er: „Es ist schön, in Köln seinen Heimathafen zu haben. Man kann da anlegen, auch bei Sturm unterkriechen, aber auch jederzeit wieder aufbrechen. Und dieses Aufbrechen ist für mich auch sehr wichtig. Ich habe mich aber auch nie rausgezogen, bin immer mittendrin. Ich gehöre zum Stadtbild.“

Wolfgang Niedecken, der auf dem Internat war und in Köln „Freie Malerei“ (Examen 1974) studierte, sagte bei FFH: „Meine Mutter hat all meine Spinnereien immer unterstützt. Ich habe meiner Mama so oft auf der Gitarre meines Bruders ‚House of the Rising Sun‘ vorgespielt, dass sie nicht anders konnte, dass sie mir eine eigene kaufte. Letztendlich hat meine Mutter gesagt, wo es langging - mein Vater dachte immer, er hätte es gesagt...“. Über seinen Vater sagte Niedecken auch: „Ich wollte immer nur, dass er beruhigt ist. Es tat mir total leid, dass ich ihn so beunruhigte, aber irgendwann standen wir mit hängenden Armen betreten schweigend voreinander. Ich hab das dann später in ‚Verdamp lang her‘ besungen. Leider hat er den großen Erfolg von mir nicht mehr erlebt, das hätte ihn beruhigt.“

In den 70er Jahren gründete Niedecken die Band BAP: „Mehr als die Hälfte meines Lebens. Ein schöner Gedanke ist, dass viele Menschen, die vor der Bühne stehen, jünger sind, als die Band. Das muss man erst mal schaffen. Die meisten Bands tanzen ja nur ein paar Jahre.“

Wolfgang Niedecken ist in zweiter Ehe mit Tina verheiratet. Im FFH-Gespräch sagte er: „Sie hat eine lebensbejahende Fröhlichkeit. Ich bin eher eine melancholische Frohnatur. Ich schiebe schon manchmal meinen Blues, meine Frau ist eher fröhlich, meine Töchter gottseidank auch. Da lebe ich mit positiven Damen ganz gut. Auch der Hund ist ein Weibchen. Eine Zeitlang hatten wir einen männlichen Hamster, dem war‘s zu laut bei uns zuhause.“ Und weiter: „Germany‘s next Topmodel im Fernsehen - was ich da schon für Vorträge gehalten habe. Bis die Tränen kamen. Und sie (seine Töchter, Anm.) sagten: ‚Papa, du hast hundertprozentig recht, wir wollen es aber trotzdem sehen‘. Was willst du da noch sagen...?“. Aus erster Ehe hat Niedecken zwei Söhne. Über das Verhältnis zu ihnen sagte er bei FFH: „Mehr wie Kumpel, gute Freunde. Nie wie der Vater, der auf den Tisch haut und sagt, wo es langgeht. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich mit denen jemals laut gestritten hätte. Wenn wir zusammen gelebt hätten, wäre das anders gewesen. Ich kann laut werden, dann kann ich auch kein Hochdeutsch mehr, da geht nur noch Kölsch.“ Über den Kölner Dialekt sagte er auch: „Es geht nicht immer ums Verstehen. Ich versteh‘ auch nicht jeden Dylan-, Springsteen-, Stones-Song auf Anhieb.“

Niedecken erzählte bei FFH auch: „Seit ich meine Frau einmal intensiv beim Yoga beobachtet habe, auf einem Dach in Marokko, lästere ich nicht mehr. Das ist Artistik! Aber auch wenn ich nicht mehr lästere, lachen wir viel darüber.“ Und über die Freunde seiner Töchter sagte er: „Ungefragt kommen da keine Kommentare von mir. Auch nicht zu Klamotten. Bloß nicht unaufgefordert sagen, wie man das findet, bitte erst mal gefragt werden. Hätte ich das mal vorher alles gewusst, wie das geht mit Frauen.“ Niedecken weiter: „Politiker, die ich als Freund bezeichnen würde, sind Horst Köhler auf jeden Fall bis hin zu Joschka Fischer, den ich wirklich sehr schätze und mich sehr ärgere, dass er nicht mehr aktiv in der Politik ist.“

(Dominik Kuhn)


 


 

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