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Anne Will

Ypsilanti sieht kein eigenes Versagen

(bo/ddp-hes). SPD-Chefin Andrea Ypsilanti sieht in ihrem gescheiterten Versuch, sich zur Ministerpräsidentin wählen zu lassen, kein eigenes Versagen. Ypsilanti erhob stattdessen in der ARD-Sendung «Anne Will» am Sonntag Vorwürfe gegen die vier Abgeordneten, die ihr die Zustimmung verweigert hatten. Diese hätten sich unfair gegenüber allen Beteiligten verhalten.

«Was wollen Sie tun, wenn Ihnen diese Kollegen noch 24 Stunden oder 48 Stunden vorher versichern, ich wähle Dich auf jeden Fall, ich gehe diesen Weg mit?», beklagte sich Ypsilanti. Der Prozess zur Regierungsbildung hätte jederzeit gestoppt werden können. «Was ich ihnen wirklich übel nehme, ist, dass es so viele Gelegenheiten zu einem Gespräch gegeben hätte», sagte sie mit Blick auf die vier Abgeordneten. Zu deren Berufung auf ihr Gewissen sagte Ypsilanti: «Man entdeckt sein Gewissen nicht 24 Stunden vor einer wichtigen
Abstimmung.»

Ypsilanti gestand, ein Wahlversprechen nicht gehalten zu haben, weil sie vor der Wahl eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei ausgeschlossen hatte. Sie habe jedoch erklärt, warum dies geschehen sei. «Was wäre denn passiert, wenn ich nach der Wahl gesagt hätte, ich gehe in eine große Koalition, hätten wir dann auch über Wortbruch diskutiert?», fragte sie. Die Bürger müssten sich über die Verhältnismäßigkeit der Attacken auf ihre Person irgendwann einmal
ein eigenes Bild machen.

Zum ihrem Entschluss, Landes- und Fraktionsvorsitzende zu bleiben, sagte Ypsilanti: «Ich glaube, es ist nicht fair, einfach von Bord zu gehen und die Partei allein zu lassen.»

(rheinmain)


 


 

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