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Marktkommentar Aktien

Euro kann wieder zulegen

Angesichts der Tatsache, dass die Neubauverkäufe im Monat Mai auf ein Rekordniveau gesunken sind (ein Grund dafür war das Auslaufen von Steuervergünstigungen), kam keine richtige Kauf-laune an den US-Aktiemärkten auf.

Lediglich dem Dow gelang es, ein minimales Plus von 0,05 % über die Schlussglocke zu retten. Neben den Eigenheimverkaufszahlen stand auch die FOMC-Sitzung im Blickpunkt. Wie es hieß, will die Fed, wegen des zögerlichen Aufschwungs der Wirt-schaft, die Politik des billigen Geldes weiterführen. Zudem geht man bei der Notenbank davon aus, dass sich die Lage am Arbeitsmarkt nur schrittweise aufhellen wird. Unter den einzelnen Sektoren vollzog der Bereich Telecom (+0,6 %) die beste Tagesperformance. Consumer Staples (+0,3 %) und Materials (+0,1 %) folgten. Erneut musste der Bereich Energy (-1,0 %) Kursverluste hinnehmen. Ursächlich dafür war vor allem der Rückgang des Ölpreises (-1,6 %).

Heute steht mit dem Auftragseingang für langlebige Wirtschaftsgüter eine gewichtige Veröffentlichung auf dem Datenkalender. Darüber hinaus sind auch die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe beachtenswert. Nach den enttäuschenden Zahlen aus dem Immobiliensektor dürften heute auch die Auftragsein-gänge für langlebige Wirtschaftsgüter für zunehmende Konjunkturunsicherheit sorgen. Im Berichtsmonat trüben die rückläufigen Flugzeugbestellungen die Auftragslage im Transportsektor.

Zudem mahnen die im Mittel schwächeren Auftragskomponenten aus dem Index der Frühindikato-ren zur Vorsicht. Nach dem starken Plus im April wird daher ein kräftiges Minus erwartet. Ohne die Transportkomponente sollte sich aber ein Vormonatszuwachs ergeben.

Der Dax entwickelte sich nach Handelsstart negativ. Abgesehen von einer temporären Zwischenerholung, änderte sich die Situation am Mittwoch nicht mehr. Das Tagestief wurde bei 6.178 Zäh-lern markiert, schlussendlich ging der deutsche Leitindex bei 6.204,52 Zählern aus dem Handel. Die beste Tagesbilanz unter den Daxwerten konnte die Aktie der Lufthansa (+2,30 %) vorweisen. Merck (+0,54 %) und K+S (+0,49 %) standen ebenfalls in der Gunst der Anleger. HeidelbergerCement (-4,13 %) gab erneut deutlich nach. Insgesamt kann der Handelstag als lustlos beschrieben werden. Lediglich 97 Mio. Aktien wurden auf Xetra umgesetzt. Neue Jahreshochs erreichten gestern u.a. die Aktien von Henkel, Ehlebracht, Bertrand und Grammer was allgemein als prozyklisch positiv beurteilt wird. Die Vorgaben für den heutigen Handelsstart fallen leicht positiv aus, so dass mit einer freundlicheren Eröffnung zu rechnen ist.

Die charttechnische Situation hat sich, bedingt durch die neuerlichen Kursverluste gestern kurzfristig weiter eingetrübt. Der trendfolgende DMI drehte wieder auf „short“ so dass die These bzw. die Wahrscheinlichkeit für eine Topbildung nochmals unterstrichen wurde. Kurzfristig positiv ist jedoch die Tatsache, dass das erste Korrekturlevel bei 6.162 Zählern nicht unterschritten wurde. Auch für den weiteren Verlauf gilt es die genannte Marke im Auge zu behalten. Sollte das Level unterschritten werden, wird sich die Abwärtsbewegung beschleunigen. Das nächste Ziel wäre dann die Zone von 6.078 bis 6.052 Punkte. Diese ist besonders markant, da dort die Aufwärtslinie des Trendkanals, ein Retracement und die gleitenden Durchschnitte (21 und 55) aufein-ander Treffen.

(Christian Schmidt)


 


 

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