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OB Kaminsky dankt Henry Hirschmann

Zeitzeuge berichtete über die Zeit Judenpogrome

"Wir sind Ihnen sehr dankbar für Ihre Entschlossenheit und Bereitschaft, als Zeitzeuge über das dunkelste Kapitel in der deutschen Geschichte zu berichten, um so die Menschen zu lehren, wie wichtig der Einsatz für Gerechtigkeit und Humanität ist." Mit diesen Worten zollte Oberbürgermeister Claus Kaminsky seinem Besucher Henry Hirschmann auch große persönliche Anerkennung für dessen Einsatz und Engagement.

Denn, so Kaminsky, Erinnerungstafeln, Ausstellungen und Publikationen seien ein wichtiger Bestandteil im Bestreben, die zwölf düstersten Jahre der Stadtgeschichte im Bewusstsein wach zu halten. "Doch die Erinnerung von Zeitzeugen und deren Berichte sind allerdings von ganz anderer Qualität und von eminenter Wichtigkeit."

Vor 70 Jahren musste Henry Hirschmann die Judenpogrome miterleben. Im November 1938 wurde er in das Konzentrationslager Buchenwald verschleppt. Ein Jahr später konnte er nach Nordamerika auswandern. Seine in Großkrotzenburg und Hanau lebende Familie wurde dagegen von den Nationalsozialisten ermordet.

Auf Einladung der Stadt Hanau und der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Hanau war der heute in Charlotteville lebende Hirschmann zu Besuch in die Brüder Grimm-Stadt gekommen. Dabei nahm er nicht nur an der offiziellen Gedenkfeier anlässlich der Reichspogrome in der Nordstraße teil, sondern besuchte auch zahlreiche Schulen, um dort über seine Erinnerungen als Jude im Dritten Reich zu erzählen.

(rheinmain)


 


 

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