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Zeuge bei Beratungsgesprächen erleichtert Nachweis von Fehlern

(bo/ddp.djn). Wer seine Bank oder seinen Berater wegen einer schlechten Beratung bei einem finanzierten Immobilienkauf verklagen will, muss den Fehler nachweisen. Das geht aus einem Urteil des Bundesgerichtshofes (AZ: V ZR 114/07) hervor. Gerade bei Steuersparimmobilien stellt sich nach einigen Jahren oft heraus, dass die Berechnungen der finanzierenden und verkaufenden Banken und Berater viel zu optimistisch waren und sich die Modelle - anders als vorhergesagt - nicht durch die Steuervorteile tragen.

Allein eine fehlerhafte Berechnung der monatlichen Belastung
reicht aber nicht, um eine Verletzung der Beratungspflicht
anzunehmen. Denn ein schriftliches Berechnungsbeispiel ist nur eine
Möglichkeit des Beraters, um seine Informationspflichten zu erfüllen.
Zudem schließt ein solches Berechnungsbeispiel nicht aus, dass der
Berater im Gespräch den Kunden insgesamt umfassend und korrekt
informiert hat.

Das Urteil zeigt einmal mehr, dass die Unterlagen aus
Vertragsgesprächen alleine selten genug Beweiskraft haben, wenn ein
Beratungsfehler bemängelt wird. Deshalb ist es empfehlenswert, bei
Beratungsgesprächen immer einen Zeugen mitzunehmen und mit ihm das
Gespräch zu protokollieren.

(rheinmain)


 


 

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