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Marktkommentar

Bank of England und EZB ließen wie erwartet die Zinsen unverändert

Während die Aktienmärkte infolge schwacher Industrieaufträge in Deutschland (-4 %/9.7 %) im März ins Minus rutschten, nahm EZB- Präsident mit einer moderaten Wortwahl Druck von den Renten.

Er betonte die aufwärts gerichteten Inflationsrisiken, vermied aber, von hoher Wachsamkeit zu reden. Man werde die Entwicklung genau beobachten um das Ziel der Preisstabilität zu erreichen. Ein nächster Zinsschritt steht damit frühestens im Juli auf der Agenda, mit einer Erhöhung im Oktober erreichen wir dann das Zielgebiet für dieses Jahr um 1.75 %.

Kurze und mittlere Fälligkeiten holten nach der Pressekonferenz am deutlichsten auf, hatten sie doch im Vorfeld unter den gestiegenen Zinssorgen am meisten gelitten. Für Anleihen aus der EU- Peripherie mussten dagegen wieder höhere Risikoaufschläge gezahlt werden.
Renditen10-jähriger Portugiesen legten 25, vergleichbarer Griechen sowie Iren 16, Spaniern und Italienern um jeweils 5 BP gegenüber Bundesanleihen zu. In USA profitierten die Kurse der Treasuries von nachgebenden Aktiennotierungen, dem überraschend deutlichen Anstieg der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung (474K nach 431K) und stark fallenden Rohstoffpreisen.  

Bund- (123.27) und  Bobl- Kontrakt (115.49) schlossen 89 bzw.75 Stellen fester,  der Schatz (107.36) ging 34 ½ Ticks höher aus dem Markt. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe fiel auf 3.18 %, der Renditeabstand zwischen 2- und 10-jährigen Bundesanleihen weitete sich auf 145 BP aus. 10-jährige US- Treasuries rentieren 5 BP niedriger bei  3.17 %, der JGB- Future (140.39) legt 17 Ticks zu. Der Euro verliert kräftig auf 1.455 Dollar, der Preis für das Barrel Öl fällt auf 100.2 Dollar.

Zum Wochenschluss richtet sich die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer auf den US- Arbeitsmarkt. Die Erwartungshaltung bezüglich der offenen Stellen hat sich im Wochenverlauf nach enttäuschenden Beschäftigungskomponenten der Einkaufsmanager, einem geringeren Stellenaufbau in der Privatwirtschaft und schwachen Erstanträgen von 198.000 auf 185.000 reduziert. Die Arbeitslosenquote sollte bei 8.8 %  verharren. Die deutsche Industrieproduktion im März (+0.5 %/10.3 %) und britische Erzeugerpreise (+0.7 %/5.1 %) im April komplettieren den Datenkranz.

Am  Primärmarkt  stocken die Niederlande am kommenden Dienstag 10-jährige DSL um 2-3 Mrd. Euro auf.  Die Finanzagentur des Bundes begibt am Mittwoch  neue 2- jährige Schatzanweisungen im Volumen von 7 Mrd. Euro, Großbritannien versteigert im Wochenverlauf Linker mit Laufzeit bis 2022 (1.2 Mrd. GBP) und Gilts bis 2040 über 2 Mrd. GBP. Das amerikanische Schatzamt platziert in  der kommenden Woche 3- (32), 10- (24) und 30- jährige Treasuries (16) im Volumen von insgesamt 72 Mrd. USD. Eine  neue 5- jährige Gemeinschaftsanleihe der Bundesländer Nr. 37 im Volumen von maximal 1.5 Mrd. Euro wird Anfang nächster Woche am Markt erwartet, weitere Einzelheiten stehen noch nicht fest.

(Redaktion)


 


 

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