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  • 24.09.2014, 12:00 Uhr
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  • Düsseldorf / Niederrhein
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Aktuelle Studie

Das Internet ist die Zukunft des stationären Handels

Eine Studie zu Zukunft und Potenzialen von Standort-bezogenen Diensten für den stationären Handel liefert neue Erkenntnisse: Die Mehrheit der Deutschen informiert sich online und kauft offline. Damit hat der stationäre Handel große Potenziale. Zudem besitzen zwei Drittel der Deutschen ein Smartphone oder Tablet.

Das eWeb Research Center der Hochschule Niederrhein hat zusammen mit kaufDA, dem internationalen Anbieter von Werbelösungen für den Einzelhandel im mobilen und stationären Internet, sowie dem Handelsverband Deutschland HDE eine neue Studie veröffentlicht. Dazu hat das Marktforschungsunternehmen INNOFACT AG in einer zweistufigen Untersuchung insgesamt 2016 Personen ab 14 Jahren befragt. Es galt, die Hypothese "Mobiles Internet fördert die Wiederbelebung des stationären Handels" zu prüfen und einen Zeitreihenvergleich zu den Studienergebnissen aus dem Vorjahr 2013 zu realisieren.

Smartphone und Tablet als lokale Einkaufshelfer

Die Zukunft des stationären Handels liegt im Internet. Statt sich im Laden beraten zu lassen und dann online zu shoppen, sucht die Mehrheit der Verbraucher gezielt Informationen im Netz, um anschließend im Geschäft zu kaufen. Damit haben vor allem LBS, also standortbezogene Dienste, das Potenzial, das Einkaufsverhalten von Konsumenten zu beeinflussen und lokale Händler zu stärken. "Die Studie macht das enorme Potenzial des mobilen Internets für den stationären Handel deutlich", so Christian Gaiser, CEO der Bonial International Group/kaufDA. "Verbraucher schätzen die Vorteile eines mobilen, vernetzten Lebens und stellen entsprechende Erwartungen an ihr Einkaufserlebnis."

Der Gebrauch von Smartphones und Tablet-PCs stieg innerhalb von einem Jahr von 44% in 2013 auf 69% im Jahr 2014, an. Dabei besitzen 94% aller unter 30-Jährigen aktuell ein Smartphone. Das mobile Internet ist dabei ganz klar das Medium für unterwegs: 92% der Befragten nutzen das Smartphone als Informationsquelle außer Haus. Dabei verwenden rund zwei Drittel von ihnen ihr Gerät am Point of Sale (zur Point of Sale Werbung), wo Produkte verkauft werden. Demgegenüber werden Tablet-PCs (90%) ebenso wie PCs und Laptops (98%) zur Informationssuche überwiegend zu Hause genutzt.

Digitaler Wegweiser zum Laden um die Ecke

Die Befragungsergebnisse bestätigen die Zubringerfunktion des Internets für den stationären Handel. Während im Jahr 2013 noch die meisten Befragten (35%) angaben, über Laptop oder PC nach Informationen zu suchen, um dann auch online zu kaufen, zeigt sich 2014 eine überraschende Veränderung: Auf Platz eins liegt mit 39% die Online-Recherche mit anschließendem Kauf im Geschäft, kurz "ROPO" (Research online, purchase offline). Die Nutzung von mobilen Endgeräten als Informationsmedium vor dem Kauf in einem Geschäft ist im Vergleich zum Vorjahr um 150% gestiegen. Damit wird die im Vorjahr gewonnene Erkenntnis über das enorme Potenzial des mobilen Internet für den stationären Handel untermauert. LBS kommen bei Erfüllung der Erwartungshaltung der Kunden eine bedeutende Rolle zu. So erwarten Konsumenten von LBS mit 82% in erster Linie Informationen über Ladenöffnungszeiten. Knapp dahinter liegt mit 78% bereits die Verfügbarkeitsabfrage, gefolgt  vom Lieferservice mit 67%. Für stationäre Händler liefert die Studie damit wichtige Hinweise, wie sie der Erwartungshaltung ihrer Kunden begegnen und ihre Dienste noch effektiver gestalten können. "Das mobile Internet wird im Handel der Zukunft eine herausragende Rolle spielen. Eine enorm wachsende Zahl an Kunden erwartet, auf dem Smartphone Informationen über ihre stationären Händler abrufen und den Besuch von Geschäften damit vorbereiten zu können.", so Stephan Tromp, stellvertretender Hauptgeschäftsführer vom Handelsverband Deutschland (HDE).

Location-based Services auf dem Vormarsch

Bei der mobilen Informationsbeschaffung spielen LBS eine wichtige Rolle: Smartphone- bzw. Tablet-PC-User nutzen zu 81% eine App, wie Wetter-Apps und Kartendienste, die ihren aktuellen Standort verwendet. Darüber hinaus nutzen mehr als die Hälfte der Befragten Apps, um Informationen über Preis- und Warenangebote von bestimmten Händlern in der Nähe anzuzeigen. Im Laden selbst erwarten 240% mehr Kunden als im Vorjahr, vor Ort ihr Smartphone zur Informationssuche nutzen zu können. Für 79% spielt bei der Informationssuche auf mobilen Geräten die Möglichkeit, die Verfügbarkeit von Produkten abzufragen, eine bedeutende Rolle. Das sind 6% mehr als im Vorjahr. "Derzeit ist im Handel wie in kaum einem anderen Wirtschaftssektor eine extreme Dynamik zu beobachten, die zu enormen Veränderungen der Handelsstrukturen führt", sagt Prof. Dr. Gerrit Heinemann vom eWeb Research Center, wissenschaftlicher Leiter der Studie. "Insbesondere die Digitalisierung des Handels und die Entwicklung des mobilen Internets sind Treiber dieser Entwicklung."

(ots / Redaktion)


 


 

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