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Erben geht auch ohne Streit - normalerweise

"Will ich erben, müssen meine Eltern sterben" - ob man das geschmacklos oder cool findet, ist die eine Sache. Ob es aber juristisch stimmt, die andere. ARAG Experten sagen, was man zur gesetzlichen Erbfolge wissen sollte.

Erbe werden kann man auf zwei Wegen: Man wird durch ein Testament oder einen Erbvertrag zum Nachlass-Empfänger bestimmt. Ist vorher nichts festgelegt worden, wird man automatisch zum Erben durch die gesetzliche Erbfolge. Je näher man mit dem Erblasser verwandt sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, zu erben. Die einzelnen so genannten Ordnungen bilden eine Rangfolge beginnend mit der direkt folgenden Generation (Kinder, dann Enkel usw.). Wenn aus dieser ersten Ordnung keine Erben vorhanden sind, folgen in zweiter Linie die Nachlass-Empfänger und so weiter.  

Mimi darf nicht erben

Auch wenn einem das Haustier noch so am Herzen liegt: Es ist von der gesetzlichen Erbfolge ausgeschlossen. Katzen und Hunde sind keine rechtsfähigen Personen und können somit nicht erben. Umgekehrt sind Haustiere vererbbar und gehören genau wie andere Gegenstände zum Nachlass. Unser Rat: Wenn man sicherstellen möchten, dass sich nach dem eigenen Ableben jemand um das geliebtes Haustier kümmert, sollte dies testamentarisch festgelegt werden. Man könnte beispielsweise einen Teil des eigenen Vermögens einer Person oder einem Tierheim hinterlassen - unter der Bedingung, dass diese das Tier betreuen, solange es lebt.

Wann erbt der Staat?

Sind die gesetzlichen Erben eines Verblichenen nicht bekannt, wird vom Nachlass-Gericht oder den eingesetzten Nachlass-Pflegern nach Erben gesucht. Helfen eine öffentliche Bekanntmachung in der Presse und Aushänge nicht weiter, können auch professionelle Erben-Ermittler die Behörden unterstützen. Sie suchen in der Regel auf eigene Kosten nach den Erben und werden bei Erfolg mit 20 bis 40 Prozent des Erbteils bezahlt. Werden keine gesetzlichen Erben ermittelt, erbt der Staat. Wer etwas über die Erbfolge in seiner Familie wissen möchte, sollte nicht nur die Ordnungen kennen, sondern auch drei allgemeine Regeln beachten.

  • Regel 1: Der Ehe- und Lebenspartner erbt neben den Verwandten bevorzugt.
  • Regel 2: Ein Erbe der höheren Ordnung schließt alle Erben der weiteren Ordnungen aus.
  • Regel 3: Ist innerhalb einer Ordnung ein Erbberechtigter verstorben, erben seine Abkömmlinge. Wichtig: Dies gilt nur für die ersten drei Erbordnungen.

(lifePR)


 


 

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