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Arbeitsrechtler der Hochschule

Kein Recht auf WM während der Arbeitszeit

Wenn heute um 13.30 Uhr Jogis Löwen auf die Auswahl Serbien trifft, haben die meisten Arbeitnehmer kein recht, den Kicker-Auftrtt live während der Arbeitszeit zu verfolgen.

Arbeitsrechtler Professor Dr. Michael Els von der Hochschule Niederrhein
erklärt: „Zunächst gilt auch hier: Schnaps ist Schnaps und Arbeit ist
Arbeit. Aber es gibt die Chance, eine für beide Seiten akzeptable Lösung
hinzubekommen.“

Will der Arbeitnehmer das Spiel in Ruhe schauen, sei es am besten, sich den Tag frei zu nehmen, so Els. Wenn keine betrieblichen Belange entgegenstehen, muss der Arbeitgeber ihm grundsätzlich Urlaub gewähren.  „Wer sagt, ich möchte nur zwei Stunden frei haben, kollidiert allerdings mit dem Urlaubsrecht, das diese Möglichkeit nicht vorsieht. Man sollte mit seinem Arbeitgeber verhandeln, ob eine verlängerte Mittagspause möglich ist“, sagt Els. Der Arbeitnehmer könne im Gegenzug auch anbieten, dafür abends oder an einem anderen Tag länger zu arbeiten oder eine Schicht zu tauschen.

Wer das Spiel im Büro schauen möchte, sollte das mit seinem Chef besprechen, rät Els. „Wer während der Arbeit parallel TV guckt, Radio hört oder im Internet den Live-Ticker verfolgt, dessen Aufnahme- und Arbeitsfähigkeit ist deutlich eingeschränkt. Deswegen benötigt man auch dafür eine Erlaubnis vom Chef.“

Wichtig ist also laut Arbeitsrechtler Els vor allem, dass man sich mit
seinem Vorgesetzten abspricht, um eine Lösung zu finden – damit der Traum der Nationalelf vom Titelgewinn nicht zum persönlichen Alptraum wird.

(Redaktion)


 


 

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