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Atommeiler Deutschlands

Die Lügen um die Atomdebatte

An die sieben ältesten Atommeiler und den Pannenreaktor in Krümmel projizieren Greenpeace-Aktivisten am Morgen den Spruch "Das Lügen geht weiter". Die Aktivisten machen damit auf die Unwahrheiten aufmerksam, welche die Bundesregierung und die Atomkonzerne weiterhin über die Atomkraft verbreiten.

 So begründete Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) das dreimonatige Moratorium für die ältesten Atomkraftwerke mit nachweislich falschen Aussagen. Greenpeace hat in einer Kurzanalyse die Aussagen zu Anlagensicherheit, Klimaschutz, Strompreisen, Versorgungssicherheit und angeblich notwendigen Stromimporten widerlegt. Die unabhängige Umweltorganisation fordert die Bundesregierung auf, die Öffentlichkeit nicht weiter zu täuschen und ein Gesetz zur Laufzeitverkürzung der Atomkraftwerke vorzulegen.

"Es ist und bleibt eine Lüge, wenn die Bundeskanzlerin behauptet, deutsche Atomkraftwerke seien die sichersten der Welt. Und es ist auch eine Lüge, dass Atomkraft eine unverzichtbare Brückentechnologie ist", sagt Tobias Riedl, Atomexperte von Greenpeace. "Gäbe es keine Wahlen in Baden-Württemberg, würde die Regierung vermutlich kein Moratorium und keine vollständige Sicherheitsüberprüfung anordnen. Frau Merkel muss auf die moderaten Kräfte in der Union hören und endlich umdenken statt mit der unehrlichen und konzernfreundlichen Energiepolitik weiterzumachen. Wenn die Regierung es ehrlich meint, muss sie die gefährlichsten Meiler jetzt endgültig stilllegen."

Greenpeace-Analyse

In Greenpeace-Analyse der Regierungserklärung zum dreimonatigen Moratorium für die ältesten Atomkraftwerke der Bundesregierung deckt Greenpeace zahlreiche Lügen auf. So widerspricht die Bundeskanzlerin beispielsweise dem Bundesumweltamt und Studien der Gesellschaft für Reaktorsicherheit. Auch, dass eine Stromlücke in Deutschland droht, widerlegt die Kanzlerin selbst. Sie lässt die ältesten sieben AKW und den Pannenmeiler Krümmel sofort stilllegen, ohne dass in Deutschland ein einziges Licht ausgeht.

Keine Brückentechnologie

Dass Atomkraft als Brückentechnologie völlig ungeeignet ist, zeigt eine ebenfalls heute veröffentlichte Studie des ehemaligen Leiters der Bundesatomaufsicht Wolfgang Renneberg für Greenpeace. Demnach sind Atomkraftwerke als Grundlastkraftwerke zu unflexibel, um die durch verstärkte Einspeisung der Erneuerbaren Energien entstehenden Lastschwankungen auszugleichen. Starke Regelschwankungen und Abschaltungen belasten die Reaktoren und erhöhen dadurch das Sicherheitsrisiko.

Kein Lernprozess

"Merkel und die Konzernbosse haben nichts aus der nuklearen Katastrophe in Fukushima gelernt", so Riedl. "Jetzt müsste die Kanzlerin Schluss machen mit einer Energiepolitik, die - wie die Greenpeace-Analyse belegt - geprägt ist durch die Verbreitung falscher Fakten und Unwahrheiten, dem Manipulieren von Gutachten und dem Verheimlichen sicherheitsrelevanter Ereignisse. Doch genau diese unlautere Politik wird von Frau Merkel im Moment sogar noch verschärft."

(ots / Greenpeace)


 


 

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