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Baustart verzögert sich

Cafe del Sol in Witten - Cocktails erst im nächsten Jahr?

Sommer, Sonne, Cocktails – so war es mal geplant. Doch ob das Café del Sol in Witten überhaupt noch in diesem Jahr auf dem ehemaligen Teppichland-Gelände an der Ruhrstraße öffnen kann, scheint immer ungewisser. Das Problem sind Altlasten-Untersuchungen auf dem Areal, die den Baustart behindern.

Der federführende EN-Kreis lässt nach Altlasten im Untergrund baggern, die beim Café-Bau für böse Überraschungen sorgen könnten. Auslöser der Arbeiten waren zwei Öltanks, die bei einer Kanalerneuerung der Stadt entdeckt worden waren. Die Gastro & Soul GmbH traute sich jetzt auf Anfrage keine Aussage mehr zu Zeitplänen zu. Dazu könne man zurzeit keine Stellungnahme abgeben, heißt es dünn. Im Frühjahr war optimistisch von einer Eröffnung im Sommer die Rede, nach dem Fund der Öltanks im Juli nur noch von einem Start in 2014. Nun gibt es auch dazu kein Bekenntnis mehr.

Analyse des Bodenmaterials folgt

Das Problem: Die „Ausgrabungen“ des EN-Kreises sind zwar derzeit abgeschlossen. Es schließen sich aber nun Analysen des ausgehobenen Materials an, um etwa herauszufinden, um was es sich handelt und ob darin umweltschädliche Stoffe enthalten sind. Möglich, dass danach wieder gebuddelt werden müsse, betont der Kreis. Wie lange das alles noch dauert, steht in den Sternen.

Fakt ist: Solange die kompletten Untersuchungen und eine mögliche Geländesanierung nicht abgeschlossen sind, ist an einen Baustart der Gastronomie nicht zu denken. Möglicherweise können die Wittener in der Kolonialstil-Villa mit Palmen, Holzveranda und Terrasse ihre Cocktails erst im nächsten Jahr schlürfen.

Kreis: Eigentümerin muss für Kosten aufkommen

Neben dem missglückten Zeitplan könnten der Gastro & Soul GmbH auch die Kosten für die Bodenuntersuchungen noch Kopfzerbrechen bereiten. Der EN-Kreis machte auf Anfrage deutlich, dass sie als Eigentümerin des Geländes dafür aufkommen muss. Wie hoch die Ausgaben werden, ist nicht abzusehen, weil noch unklar ist, wie lange die Arbeiten dauern. Falls eine Entsorgung eventueller Altlasten nötig werden sollte, müsste die Gastro & Soul ebenso haften.

Offen bleibt die Frage, ob das Unternehmen rechtliche Schritte gegen die früheren Eigentümer des Geländes einleiten will. Die Gastro & Soul GmbH hatte das 8000 Quadratmeter-Areal für 3,5 Millionen Euro gekauft und im Juli öffentlich scharfe Kritik an dem Vorbesitzer geübt: Er habe die geborgenen Öltanks verschwiegen.

(Dennis Sohner)


 


 

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