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Bezahlverfahren im Online-Handel

Rechnungskauf legt bei Jüngeren zu

Die meisten Online-Besteller bezahlen in Deutschland mit elektronischen Bezahlsystemen. Aber der Kauf auf Rechnung hat zugelegt, insbesondere bei jüngeren Käufern.

Der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) und die Creditreform Boniversum haben zum vierten Mal eine Studie zum Thema Bezahlverfahren im Interaktiven Handel durchgeführt. 40 Prozent der Online-Besteller in Deutschland zahlen am liebsten mit elektronischen Bezahlsystemen, der Kauf auf Rechnung liegt auf dem zweiten Platz der am häufigsten genutzen Bezahlarten. 29 Prozent der Verbraucher bezahlen ihre im Internet bestellte Ware am liebsten erst nach der Zustellung. Vor einem Jahr lag der Kauf auf Rechnung noch bei 27 Prozent. Christoph Wenk-Fischer, Geschäftsführer des bvh, bewertet die aktuelle Entwicklung folgendermaßen: „Die aktuellen Zahlen belegen verschiedene Entwicklungen im Interaktiven Handel. Einerseits ist besonders der Kauf auf Rechnung weiterhin von großer Bedeutung für den Kaufabschluss des Kunden, aber auch die elektronischen Bezahlsysteme haben sich in den vergangenen Jahren sehr gut etabliert. Die Verbraucher schätzen besonders das unkomplizierte, sichere und schnelle Bezahlen über die modernen Dienstleister.“

Kreditkarten und Lastschrift auf dem Rückzug

Die Bezahlung per Kreditkarte musste im Vergleich zum Vorjahr ein leichtes Minus hinnehmen. Sie hat aktuell einen Anteil von 10 Prozent (Vorjahr: 11 Prozent). Auch das Lastschriftverfahren hat mit einem Anteil von 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr um vier Prozentpunkte verloren (Vorjahr: 13 Prozent). Männer und Frauen nutzen mittlerweile die modernen Bezahlsysteme nahezu gleich häufig. So liegt der Nutzeranteil der Männer bei 41 Prozent. Die Frauen weisen einen Anteil von 40 Prozent auf. Die Kreditkarte wird von Männern (14 Prozent) mehr als doppelt so häufig genutzt wie von Frauen (6 Prozent). Frauen hingegen bevorzugen weiterhin den Kauf auf Rechnung (37 Prozent). Männer nutzen den Rechnungskauf deutlich seltener (21 Prozent).

Gerade bei Jüngeren nimmt der Kauf auf Rechnung zu

Der Trend, der schon in den Studienergebnissen des Vorjahres abzulesen war, wird durch die aktuellen Werte noch einmal bestätigt: Die Nutzungspräferenzen von jüngeren und älteren Verbrauchern beim Einkauf im Interaktiven Handel bei den genutzten Bezahlverfahren haben sich nahezu angeglichen. Die jüngeren Einkäufer (bis 39 Jahre) liegen in der Nutzung der elektronischen Bezahlsysteme (39 Prozent) sogar mit zwei Prozentpunkten hinter den Verbrauchern ab 40 Jahren (41 Prozent). Interessant ist, dass der Kauf auf Rechnung besonders bei den jüngeren Verbrauchern mit 26 Prozent Nutzung deutlich zunimmt (Vorjahr: 21 Prozent). Bei den älteren Verbrauchern verliert diese Bezahlmethode mit 30 Prozent Nutzung leicht (Vorjahr: 31 Prozent). „Der Kauf auf Rechnung hat für die deutschen Verbraucher im Interaktiven Handel nach wie vor eine große Bedeutung. Insbesondere die jüngere Generation nutzt dieses Bezahlverfahren immer mehr, denn auch sie wollen sich die bestellte Ware erst ansehen, bevor sie diese bezahlen. Online- und Versandhändlern empfehlen wir daher, nicht auf das Angebot dieser wichtigen Zahlart zu verzichten“, sagt Siebo Woydt, Geschäftsführer von Boniversum.

Den ausführlichen Bericht und Tabellenband gibt es hier.

(Redaktion)


 


 

Online-Bezahlverfahren
Bundesverband des Deutschen Versandhandels
bvh
Creditreform Boniversum
Siebo Woydt
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