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Erdwärme

Öko-Themen brauchen professionelle PR

Auch "grüne Themen" wie die Geothermie sind keine Selbstläufer in der Vermarktung. Benötigt werden deshalb professionelles Marketing und eine überzeugende Öffentlichkeitsarbeit.

„Auch regenerative Energien wie die Geothermie finden nicht automatisch Akzeptanz und verkaufen sich nicht von selbst an den Verbraucher Zu diesem Fazit kam Dr. Norbert Baumgärtner, Inhaber der BMKB Management- und Kommunikationsberatung, am Rande des Geothermiekongresses in Bochum (17.-19. November). BMKB betreut in Oberbayern vier Geothermieprojekte in Sachen PR, Medienarbeit und Marketing und bietet kompletten Service für alle Projektphasen, von der Öffentlichkeitsarbeit bis hin zum Fernwärmevertrieb.

„Wir machen zunehmend die Erfahrung, dass auch sogenannte grüne Technologien auf Akzeptanzprobleme in der Bevölkerung stoßen so Dr. Baumgärtner. „Die Vorfälle in Basel, Staufen und Wiesbaden zum Beispiel haben der Geothermiebranche schwer geschadet, auch wenn sie Sonderfälle sind, die mit der klassischen Tiefengeothermie nichts gemeinsam haben Umso wichtiger sei eine professionelle Medien- und Öffentlichkeitsarbeit, die die Bedenken der Bürger ernst nehme, ihnen aber auch die zahlreichen Vorzüge der Geothermie glaubwürdig nahebringe.

PR-Arbeit werde aber vielfach nicht oder zumindest nicht professionell genug durchgeführt, so Dr. Baumgärtner, dadurch würden viele Projekte auf der Stelle treten, wertvolle Zeit und Akzeptanz verlieren oder unnötig zum Gegenstand von kommunalpolitischem Streit werden. „Geothermie lebt nicht nur von der Kunst der Geologen und Ingenieure so der BMKB-Chef, „sie muss auch durchgesetzt und verkauft werden Das jedoch sei vielfach nicht einmal ein Randthema, wie auch das Programm des Bochumer Geothermiekongresses zeige.

Auch an der Preisfront sei Geothermie keineswegs ein Selbstläufer. In Zeiten relativ niedriger Preise für fossile Energien befinde sich die Geothermie in engem Preiskampf mit klassischen Energieträgern. „Umweltfreundlichkeit ist ein gutes Argument, letztlich aber müssen vor allem Preis und Service stimmen, um die Bürger zum Umstieg zu bewegen so Dr. Baumgärtner. Deshalb müsse nicht nur die PR, sondern auch der Vertrieb auf professionell hohem Niveau laufen: „Der Umstieg auf eine andere, noch relativ neue Form der Wärmeversorgung ist Vertrauenssache. Weder PR-Schönfärberei noch Vertrieb in der Manier von Drückerkolonnen sind hier gefragt, sondern ausschließlich glaubwürdige Kommunikation und seriöses Marketing".

(Redaktion)


 

 

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