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Google Editions

Bücher in der Wolken-Bibliothek

Zum Start der Frankfurter Buchmesse hat die Google-Managerin Amanda Edwards heute auf der Konferenz "Tools of Change" den neuen Dienst "Google Editions" vorgestellt. Er soll im Juni 2010 starten und Verlagen eine neue Vertriebsschiene für ihre E-Books anbieten.

Die Idee hinter "Google Editions": Registrierte Kunden können ihre E-Books in einer webbasierten, persönlichen Bibliothek sammeln und verwalten . "Überall kaufen, überall lesen", so Amanda Edwards ist dabei das Motto. Denn die elektronischen Bücher sind auf Google-Servern in der sogenannten "Cloud" gespeichert und der Nutzer kann von jedem Punkt der Welt aus und über jede Leseplattform auf das virtuelle Bücherregal in der "Cloud-Library" zugreifen.

Alle Verlage, die am Partnerprogramm von Google teilnehmen, können künftig ihre E-Books über den Suchmaschinengiganten vertreiben. Die bibliographischen Daten der vom Verlag eingestellten Titel sind über die Google-Suche und - in Textauszügen - in der Google Bücher-Suche auffindbar. Von dort ist eine Bestellung der elektronischen Bücher möglich - entweder direkt über Google, über die Verlagswebsite oder aber über einen ausgewählten Händler. Im ersten Fall behält Google 37 Prozent des Buchpreises, der Verlag bekommt 63 Prozent. Beim Weg über einen autorisierten Buchhändler beträgt der Verlagsanteil 45 Prozent, 55 Prozent der Einnahmen verbleiben bei Google - abzüglich einer üblichen Provision für den Händler. Beim Kauf über eine Verlagswebsite geht Google - so die bisherige Planung - leer aus.

Um das Lesen des elektronischen Buches auch ohne laufende Internet-Verbindung zu ermöglichen, wird in das geplante "digitale Bücher-Ökosystem" Google Gears integriert. Damit befinden sich die E-Books in einem temporären Arbeitsspeicher auf dem Rechner ("Cache") und lasen sich offline nutzen. Alternativ ist es auch möglich, das gekaufte Buch herunterzuladen und als Kopie zu lesen – je nach Verlagsvorgabe mit und ohne DRM-Beschränkung.

Google will aber auch - so Amanda Edmonds in Frankfurt - "definitiv" bei dem Projekt mit den Herstellern der E-Book-Reader zusammenarbeiten. Konkrete Namen wollte sie nicht nennen, aber Amazones Kindle soll wahrscheinlich mit dabei sein.

(Redaktion)


 


 

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