Sie sind hier: Startseite Ruhr Metropol-Wirtschaft Unternehmen
Weitere Artikel
Büromarkt Essen 2013

Großverträge steigern Flächenumsatz um 60 Prozent

Auf dem Essener Büromarkt fällt der Flächenumsatz mit 121.000 Quadratmetern deutlich positiver aus als im Vorjahr. Mit einem Zuwachs von über 60 Prozent liegt er auf dem höchsten Niveau seit vier Jahren und übertraf den zehnjährigen Durchschnitt um gut 15 Prozent.

Das ergibt der Büromarkt-Report 2014, den BNP Paribas Real Estate (BNPPRE) Mitte Februar veröffentlichen wird. Die Großverträge von ThyssenKrupp (30.200 m²) im ersten und DB Schenker (20.000 m²) im zweiten Quartal bilden die Fundamente für den hohen Flächenumsatz. Im zweiten Halbjahr konnte dieses Niveau nicht mehr ganz gehalten werden, was vor allem auf das Ausbleiben weiterer Großverträge über 10.000 Quadratmeter zurückzuführen ist.

Der Citykern war wie im Vorjahr der umsatzstärkste Teilmarkt in Essen und kommt auf einen Anteil von über 30 Prozent am Gesamtumsatz. Deutlich dahinter erreicht nur die Lage Rüttenscheid/Bredeney mit 12 Prozent einen zweistelligen Umsatzanteil. Der Abschluss von ThyssenKrupp lässt die Sammelkategorie übriges Stadtgebiet (insgesamt knapp 51.000 m²) im Vergleich zu 2013 deutlich erstarken.

Die beiden Großabschlüsse im ersten Halbjahr führen dazu, dass Verträge über 5.000 Quadratmetern 47 Prozent zum Flächenumsatz beigetragen haben. Dies ist eine signifikante Steigerung zum Vorjahr, in dem kein Abschluss über 10.000 Quadratmeter registriert wurde. Es wird deutlich, dass vor allem in mittelgroßen Märkten wenige Großabschlüsse das Umsatzvolumen erheblich beeinflussen. Aber auch im mittleren Marktsegment zwischen 501 und 5.000 Quadratmetern war die Nachfrage rege.

Kommunikationstechnologie holt auf, Leerstand sinkt

Nicht nur beim Flächenumsatz, sondern auch bei der Verteilung nach Branchen dominierten 2013 die beiden Großabschlüsse das Marktgeschehen. Wie schon im Vorjahr führt die Verwaltung von Industrieunternehmen mit rund 29 Prozent. Auf dem zweiten Platz liegen Transport und Verkehr mit rund 22 Prozent. Dagegen konnten die sonstigen Dienstleistungen ihr sehr starkes Vorjahresergebnis nicht wiederholen und kommen auf knapp 13 Prozent. Stärker als im Vorjahr und ebenfalls zweistellig sind die Informations- und Kommunikationstechnologien mit gut 12 Prozent vertreten.

Der Leerstand auf dem Essener Büromarkt hat sich im vergangenen Jahr leicht auf 167.000 Quadratmeter reduziert. In der Büromarktzone Rüttenscheid/Bredeney ist nicht nur der Leerstand insgesamt mit 40.400 Quadratmetern am höchsten, sondern auch der Leerstand moderner Flächen. Weiterhin sind Kapazitäten im Citykern (27.200 m²) und im Südviertel (22.200 m²) vorhanden. Die Leerstandsquote ist auf 4,6 Prozent gesunken und liegt damit erneut unter der 5-Prozent-Schwelle.

Die Flächen im Bau sind im Vorjahresvergleich um rund 6 Prozent auf 57.000 Quadratmeter gestiegen. Durch die wenigen verfügbaren Neubauflächen und die rückläufige Leerstandsentwicklung hat sich das insgesamt verfügbare Flächenangebot (Leerstand plus verfügbare Flächen im Bau) um rund 9 Prozent auf 172.000 Quadratmeter verringert.

Citykern mit Spitzenmiete

In den letzten zwölf Monaten gab es einen Wechsel bei der Büromarktzone mit der höchsten Spitzenmiete. Im Citykern wird seit 2013 eine Höchstmiete von 14 €/m² erzielt (plus rund 6 %). Knapp dahinter folgt die Zone Rüttenscheid/Bredeney mit 13,70 €/m² (+1 %), in der im Vorjahr noch die Höchstmiete erzielt wurde. Auch die Durchschnittsmieten in der Nebenlage, aber auch im Citykern sind 2013 deutlich gestiegen.

(Redaktion)


 


 

Büromarkt
Flächenumsatz
Leerstand
Mietspiegel
Immobilienmarkt
DB Schenker

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Büromarkt" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: