Buchtipp
Carl Paul Alasko: Emotional Bullshit und wie man ihn erfolgreich beseitigt
Düsseldorf. "Emotional Bullshit ist eine psychische und emotionale Plage mit erschütternden Auswirkungen. Die Grundgefühle, die emotional Bullshit antreiben sind Sorge, Wut, Schmerz und Angst", schreibt Psychologe, Paartherapeut und Autor Paul Alasko in seinem neuen Buch "Emotional Bullshit und wie man ihn erfolgreich beseitigt". Diese emotionale Misere, die Beziehungen zerstört und Menschen unglücklich macht, ist etwa dafür verantwortlich, dass sich so viele Paare scheiden lassen oder dass Kinder die Schule vorzeitig abbrechen.
Alasko zeigt, dass es eine "absolut praktische und tatsächlich funktionierende Lösung gibt", diesem Problem zu begegnen, ja es sogar ein für alle Mal bezwingt. "Wir haben es selbst in der Hand, unsere Beziehungen - insbesondere die zu uns selbst - so zu gestalten, dass wir wesentlich zufriedener und glücklicher sind", so der Autor. Die Beziehungen gewinnen eine neue Qualität.
Der emotional BS - so die Kurzform - bestehe aus dem "toxischen Trio" Verleugnung, Täuschung und Schuldzuweisung. Die Verleugnung ignoriert und bagatellisiert eine wesentliche Tatsache oder eine Verantwortung, die Täuschung erzeugt eine alternative, angenehmere Realität. Dann, wenn alles auseinander bricht, wird die Verantwortung auf eine andere Person oder Sache abgewälzt. Hinter diesem toxischen Trio verbirgt sich eine unausgesprochene Motivation, die Alasko in Szenen bildlich darstellt. Die Verleugnung sagt: Es gibt kein Problem, es ist alles in Ordnung. Diese Frage spielt keine Rolle, sie ist irrelevant, also muss ich nichts ändern. Die Täuschung sagt: Ich sage dir, wie es wirklich ist. Glaub nicht, was du siehst, glaube mir. Und die Schuldzuweisung sagt: Du bist das Problem. Ich war gezwungen, so zu handeln. Ich hatte keine andere Wahl. Oder, es ist einfach passiert. Das Schicksal hat es so gewollt.
Alasko geht davon aus, dass dieses "toxische Trio" immer Hand in Hand arbeitet. Diese Tatsache sei entscheidend für das Verständnis der Komponenten. "Kein Element wirkt getrennt von dem anderen." In der Kreisförmigkeit dieses Prozesses liegt nach Alasko auch die Schwierigkeit des Erkennens und des Aufhaltens. Um den gesamten Prozess zu veranschaulichen, setzt der Autor auf eine Vielzahl von Fallbeispielen, die immer wieder dazu anregen sollen, den Prozess zu erkennen. Im Grunde genommen gehe es um die Erfüllung der Kernbedürfnisse. "Nur wenn wir über den Tellerrand der Instant-Belohnungen hinausblicken - über die einfachen Lösungen und manipulativen Verhaltensweisen - und den Blick auf unsere Kernbedürfnisse richten, können wir Emotional BS überwinden."
"Sie können sofort mehr Glück und Zufriedenheit in ihr Leben bringen, wenn sie die Erfüllung ihrer Kernbedürfnisse fest im Blick haben", schreibt Alasko. Dazu ist es natürlich erforderlich, diese Bedürfnisse auch kennenzulernen. Um das persönliche Anti-BS-Programm zu entwickeln, sei das unabdingbar. Die Erfüllung solcher Kernbedürfnisse diene den eigenen langfristigen Interessen, tragen zur charakterlichen Reifung und persönlichen Integrität bei und bringt den Kern des eigenen Wesens - und damit das authentische Selbst - zum Ausdruck.
"Die Erfüllung eines Kernbedürfnisses ist nicht egoistisch oder narzisstisch, sondern sie bedeutet, dass man die Verantwortung, die man gegenüber sich selbst und anderen trägt, voll versteht und erfüllt. Es ist tatsächlich das Gegenteil von Egoismus – es heißt, dass man sich um seine eigenen Angelegenheiten kümmert, damit man die emotionale Kraft und die Erkenntnisfähigkeit hat, um sich auf andere Menschen konzentrieren zu können", so Alasko. Es liege eindeutig im eigenen langfristigen Interesse, wenn man abgegebene Versprechen hält und übernommene Aufgaben zu Ende bringt. "Es ist eine Tatsache, dass viele Pflichten, die wir uns selbst gegenüber haben, uns dazu befähigen, gute Bedingungen für ein gedeihliches Zusammenleben mit anderen zu schaffen." Wer seine Kernbedürfnisse nicht richtig erkennt und befriedigt, greife wahrscheinlich auf das toxische Trio zurück.
(pressetext.deutschland)
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schön dass im artikel kein einziger name eines apps genannt wurde...:-(
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