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Cloud vs. Telematik

Logistik 4.0 verändert das Flottenmanagement

Klassische Telematik-Lösungen sind teuer und nicht offen genug. Die Lösung hierfür kommt aus der Cloud: Sie ist flexibel, effizienter und kostengünstiger.

Im Vodafone-Blog „featured“ wurde kürzlich unter der Überschrift „Flottenmanagement im Digitalzeitalter“ auf ein interessantes Projekt hingewiesen, bei dem ein Telematik-System sowohl bei der situativen als auch bei der langfristigen Planung hilft. Als typisches Szenario heißt es: „18 Fahrzeuge, 43 Standorte und 37 Aufträge am Tag – wenn dann ein Truck ausfällt oder sich Liefertermine durch einen Stau verzögern, kommt der Disponent schon mal ins Schwitzen“.

In der Tat und in vielen Speditionen heute Alltag. Besonders im Kombinierten Verkehr, wo es auf die reibungslose Übergabe der Container von der Straße auf die Schiene im Terminal ankommt. Basis des in dem Blogbeitrag beschriebenen Telematik-Systems ist ein „GPS-Gerät mit integrierter SIM-Karte, das im Truck-Cockpit verbaut ist. Damit stehen Disponenten, Fahrer und Fahrzeuge über das Mobilfunknetz im ständigen Kontakt. Zum einen kann der Fuhrpark-Administrator mit jedem seiner Fahrer live kommunizieren und über das Auftragsmanagement beispielsweise Touren abändern oder neue hinzufügen. Die neuen Infos werden dabei automatisch auf ein Display im Fahrerhaus übertragen. Dadurch wird die weitere Absprache übers Telefon überflüssig. Zum anderen lassen sich Informationen zum Fahrzeugsystem, Tourenverlauf oder Fahrstil abrufen. Die Echtzeit-Daten kann der Disponent über ein Dashboard komfortabel fernüberwachen und auswerten.“

Effizientere Streckenplanung nutzt der Umwelt

Als Vorteil der Tourenverfolgung in Echtzeit wird angeführt, dass durch das permanente Monitoring und die Analyse der Daten Logistiker die Strecken effizienter planen können, dadurch die CO2-Bilanz verbessern und den Kraftstoffverbrauch um bis zu zehn Prozent reduzieren. Auch die Fahrer der Trucks behalten jederzeit den Überblick: „Mit einer mobilen App für iOS und Android haben Fahrer Lenk-, Ruhe- und Arbeitszeiten im Blick“.

Im Hintergrund der steigenden Transportleistung auf den Straßen – so heißt es in dem Anwenderbericht weiter– werden eine optimierte Planung beim Flottenmanagement sowie die Möglichkeit, rasch und flexibel auf außerplanmäßige Situationen reagieren zu können, immer wichtiger. Wer gezielt planen und schnell umdisponieren könne, sei in jedem Fall auf der Überholspur.

So weit, so gut und alles richtig. Nur einen Punkt verschweigt der Blogbeitrag: Was kostet so eine Telematik-Box? Und wie offen ist diese Lösung? Denn sammeln sich die Fahrzeugdaten der zu steuernden Flotte in unterschiedlichen Telematikportalen, muss der Disponent sich seine Informationen mühsam in unzähligen Ansichten zusammensuchen.

Flexible Lösung aus der Cloud statt teurer Hardware

Das ist aber gar nicht nötig. Denn in Zeiten von Logistik 4.0 sind flexible, digitale Plattformen entstanden, die wesentlich mehr können als nur Fahrzeugflotten zu steuern. Die angestrebten Vorteile der teuren, geräteorientierten Telematik lassen sich damit auch über eine Digitalisierung der Prozesse, cloudbasierte Software und kostengünstige Standard-Hardware wie Smartphone oder Tablet erreichen. Beispielsweise mit der neutralen catkin-Logistikplattform, die eine auftragsbasierte logische Verbindung von Personen, Fahrzeugen und Auftragsbestand ermöglicht und mit ihrem Funktionsbereich cMATICS eine kostengünstige Alternative zu teurer Telematik-Spezialhardware ist.

Die Messdaten – wie zum Beispiel zur Positionsbestimmung aber auch Energieverbrauch, Gewicht, Zählerstände – können dabei flexibel aus unterschiedlichen Quellen stammen. So aus der integrierten catkin-App auf dem Smartphone des Personals oder auf einem im Fahrzeug angebrachten Endgerät. Aber auch über standardisierte Webservice aus jeglichen anderen (zum Internet der Dinge kompatiblen) Datenquellen, wie etwa einer intelligenten Kamera zur Schadenserkennung.

Die logische Verbindung von Personal mit Fahrzeugen und Aufträgen ermöglicht das Erkennen der kontextuellen Bedeutung dieser Messdaten und bietet eine höhere Handlungsfähigkeit. Dies macht zum Beispiel Fahrzeugbewegungen besser auswertbar als nur auf eine singuläre Landkarte mit roten Punkten zu schauen. Neben der Anbindung an die Mobillösung von Vodafone ermöglicht catkin als offene Plattform auch die Kopplung mit anderen wichtigen Hardwaresystemen.

Beispielsweise an ZF deTAGtive Logistics mit einer automatischen Zuordnung kostengünstiger „TAGs“ zu einer Unit wie etwa Container zu LKW. Aber auch zur FELA Waggonformierung, zu Honeywell Global Tracking, der Waggon-Schadmessung von Railwatch, zum MICA System von Harting, den IoT-Sensoren von SICK oder zu „intelligenten Containern“, die über Sensoren zur Temperaturüberwachung oder Füllstände verfügen, gibt es Schnittstellen.

Durch die intelligente Auswertung der im Einsatz gesammelten Daten können zum Beispiel geeignete Fahrzeuge für einen Transport vorgeschlagen oder automatisch verplant werden. Mit der automatisierten Datenanalyse lassen sich auch Fahrzeug- oder Fahrerleistungen auswerten und die gewonnenen Erkenntnisse für Effizienzsteigerungen nutzen. Und das alles zu einem Bruchteil der Kosten klassischer Telematik-Lösungen.


 

 

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