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E-Commerce

Web 2.0-Elemente in Online-Shops

Web 2.0 ist heute in aller Munde –denkt man. In Online-Shops ist das anders: Jedes zweite Online-Geschäft bietet den Nutzern keine Web 2.0-Elemente an, mit denen sie ihr Angebot interaktiv und damit benutzerfreundlich gestalten können. Jeder vierte Shop beschränkt seinen Service auf maximal zehn Funktionen.

Funktionsvielfalt in E-Shops wirkt verkaufsfördernd. 93 Prozent der Online-Händler, die ihre Kunden mit mehr als 20 Funktionen beim Kauf unterstützen, sind mit ihrem Vertriebserfolg zufrieden. Bei den Betreibern, die mit technischem Einkaufsservice geizen, sind es dagegen nur 43 Prozent. Insbesondere ein breites Angebot vertriebsunterstützender Tools, wie die Kaufberatung per Video und mehr Filterfunktionen bei der Suche, und Web 2.0-Elemente, steigern die Kaufwahrscheinlichkeit. Das sind die Ergebnisse einer E-Shop-Studie von novomind, für die 200 Entscheider der E-Commerce-Branche befragt wurden.

Web 2.0-Elemente rar gesät

Jeder vierte Online-Shop beschränkt seinen Service allerdings auf maximal zehn Funktionen, die den Kunden beim Einkaufen unterstützen. Die Hilfestellungen konzentrieren sich häufig auf Kontaktmöglichkeiten, beispielsweise die E-Mail-Adresse, die Angabe der Service-Hotline sowie FAQs. Bei der Präsentation der Produkte bieten Online-Händler dagegen nur Basisfunktionen an. Der Kunde hat somit kaum Mehrwert gegenüber einem gedruckten Katalog. Jedes zweite Online-Geschäft verzichtet zudem auf Web 2.0-Elemente, mit denen sie ihr Angebot interaktiv und damit benutzerfreundlich gestalten können.

Die absehbare Folge: Im Zeitalter von Social Media und Bewegtbildangeboten im Internet werden Kunden diese Funktionsarmut im Online-Shop immer seltener hinnehmen und abwandern.

Produktinszenierung fördert Abverkauf

Internethändler, die durch neue Präsentationsformen für zusätzlichen Bedienkomfort sorgen, werden dagegen mehr Besucher vom virtuellen Schaufensterbummel zum Kauf bewegen können. Denn eine stärkere Produktinszenierung wirkt positiv auf den Abverkauf. Besucher halten sich deutlich länger auf den Shopseiten auf. Zudem steigt der Anteil der Shopbesucher, aus denen später Kunden werden.

Vor allem große Internetmarktplätze sowie neue Online-Shops nutzen moderne Technik und setzen deutlich mehr Funktionen ein, um Kunden zu begeistern. Kleineren E-Shops fehlen dagegen noch häufiger Serviceverbesserungen, die selbst verwöhnte Internetkunden anlocken und dem Internet-Shop eine einzigartige Note geben. Technische Vertriebsunterstützung, beispielsweise in Form virtueller Umkleidekabinen bei Modeanbietern rechnet sich inzwischen nicht mehr nur für High-Traffic-Shops. Dasselbe gilt für persönliche Berater, die per Videocast Produktdetails erklären. „Die technischen Möglichkeiten haben seit den Anfängen des E-Commerce in den 1990ern einen rasanten Sprung hingelegt. Eine detailgetreue Produktdarstellung und aufwändige Beratungsfunktionen stellen eine neue Dimension im E-Commerce dar“, so Peter Wiedekamm, Technischer Vorstand von novomind.

Die Studie „Technische und wirtschaftliche Evolution von E-Shops“ basiert auf einer CATI-Befragung (Computer Assisted Telephone Interview). Im Auftrag der novomind AG wurden im November 2009 insgesamt 200 Entscheider im IT-Bereich eines Online-Shops befragt und analysiert, welche Funktionen in E-Shops verwendet werden oder geplant sind. Zusätzlich wurden exemplarisch 18 deutschsprachige E-Shops untersucht, deren Shopsysteme innerhalb der letzten zwölf Monate einem Relaunch unterzogen wurden.

(Redaktion)


 


 

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