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Mehr Cyber-Kriminalität, aber weniger Phishing-Fälle

Die Zahl der der gemeldeten Phishing-Fälle und die daraus resultierenden Schäden in Deutschland im vergangenen Jahr deutlich abgenommen. Das berichtet der Hightech-Verband BITKOM unter Berufung auf aktuelle Daten des Bundeskriminalamtes (BKA). Entwarnung gibt es aber nicht.

Beim Phishing versuchen Betrüger mit fingierten E-Mails von Banken oder anderen Finanzdienstleistern an die Zugangsdaten der Nutzer heranzukommen, um anschließend deren Konten abzuräumen. Die Zahl solcher Fälle hat sich jedoch im Jahr 2012 auf 3.440 nahezu halbiert. Auch die durch Betrugsmasche verursachten Schäden sanken auf 13,8 Millionen Euro. Damit ist die Zahl der Phishing-Delikte erstmals seit dem Beginn der Erhebungen im Jahr 2008 zurückgegangen. 

Cyberkriminalität steigt weiter

Grund für die abnehmenden Fallzahlen beim Phishing sind eine bessere Aufklärung der Verbraucher und höhere Sicherheitsstandards der Banken. Zusätzliche Sicherheit bietet beim Online-Banking vor allem das mobile TAN-Verfahren (mTAN oder SMS-TAN). „Trotz rückläufiger Fallzahlen kann beim Phishing noch keine Entwarnung gegeben werden“, sagt BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Die Betrüger gehen immer raffinierter vor und setzen zunehmend Phishing-Viren ein.“ Internetnutzer sollten daher beim Online-Banking und beim Einkaufen im Web stets die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen einhalten.

Trotz der positiven Entwicklung bei den Phishing-Delikten steigt die Anzahl registrierter Fälle von Internetkriminalität weiter an. Laut BKA ist 2012 die Gesamtzahl der Delikte um acht Prozent gestiegen. Besonders drastisch legten die Delikte von Datenveränderung und Computersabotage zu. Deren Zahl stieg im Jahr 2012 um 134 Prozent.

Fünf Tipps für sichere Datennutzung

  • Die wichtigste Vorsichtsmaßnahme ist ein Anti-Viren-Programm und eine Firewall, um seinen Computer vor Übergriffen zu schützen. 
  • Bei E-Mails von seiner Bank sollte man stets vorsichtig sein. Keine Bank bittet seine Kunden per Mail um wichtige Informationen. 
  • Das gleiche gilt für dubiose E-Mails von Unbekannten, vor allem, wenn eine Datei angehängt ist oder ein Link, dem der Nutzer folgen soll. Hinter dem Anhang könnte ein Schadprogramm stecken, zum Beispiel ein Phishing-Trojaner, daher sollte man diese nie öffnen.
  • Beim Online-Banking sollte man moderne Transaktions-Verfahren nutzen, wie beispielsweise das iTAN-Verfahren, bei dem ein Zufallsgenerator der Bank den nötigen Code zur Überweisung bestimmt oder das mTAN-Verfahren, bei dem der Code auf das Handy des Kunden geschickt wird. 
  • Falls man doch Opfer eines Phishing Angriffes wird, sollte man direkt die Bank alarmieren und die Phishing-Überweisung wenn möglich stoppen. Entsteht doch ein finanzieller Schaden, unbedingt Anzeige bei der Polizei erstatten. Das ist nötig, um eventuell Geld von der Bank zurückzubekommen. Denn viele Banken zeigen sich in solchen Fällen kulant .

(Redaktion)


 


 

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