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Datendiebstahl bei Apps

TÜV bietet kostenlose Online-Prüfung

Bei Apps ist Datendiebstahl nicht die Ausnahme, sondern eher die Regel, das hat jetzt auch der Bundesjustizminister bemängelt. Der TÜV Rheinland stellt Usern bereits seit einem Jahr eine Online-Datenbank zur Verfügung, in der fragwürdige Apps gekennzeichnet sind.

Bereits 2013 haben Experten des TÜV Rheinland bei der Prüfung von 500 Apps festgestellt, dass rund 40 Prozent aller Anwendungen die Daten von Smartphones und Tablets auslesen, ohne dass es für die Funktion erforderlich wäre. Erschwerend kommt hinzu, dass der Nutzer davon nichts erfährt oder gar seine Einwilligung gegeben hätte. Aktuell kritisiert das auch Bundesjustizminister Heiko Maas und fordert, dass die Datenschutzrechte der Nutzer weiter gestärkt werden müssen. Daten würden abgegriffen, ohne dass die Nutzer es merken, so der Minister.

Besonders oft sind kostenlose Apps betroffen

Kaum ein Smartphone-Besitzer nutzt sein Mobilgerät nur zum Telefonieren. Neben Apps zur Kommunikation gibt es Reise-, Fitness-, Wetter- oder Börsen-Apps ebenso wie zahlreiche Spiele - die Vielfalt ist grenzenlos. Dabei sind Apps grundsätzlich eine gute Sache. Doch nach jedem Download der Mini-Programme können persönliche Daten vom jeweiligen Smartphone gesammelt, ausgewertet und weitergegeben werden. Und das läuft ganz einfach und für den Nutzer unsichtbar im Hintergrund ab. Problemlos können alle vorhandenen Daten direkt an mögliche Werbeanbieter auf der ganzen Welt gesendet werden, das verhindert auch keine Virensoftware. Somit haben insbesondere kostenlose Apps häufig ihren zusätzlichen Preis: nämlich die privaten Daten des Users.

Apps in der TÜV-Datenbank überprüfbar

Über eine Online-Datenbank des TÜV Rheinland können Nutzer bereits jetzt Apps finden, die nach einem speziellen Testverfahren auf Datenklau kontrolliert wurden. Seit einem Jahr finden User im Internet unter www.checkyourapp.de alle positiv bewerteten Apps, die nur nach bewusster Einwilligung des Users diejenigen Daten nutzen, die auch tatsächlich erforderlich sind. Bei einer Mobilitäts-App kann das beispielsweise der aktuelle Standort des Nutzers sein. Bislang haben die unabhängigen Prüfer 120 Apps positiv getestet. Im Rahmen des Prüfverfahrens werden Apps in Hinblick auf den angemessenen Umgang mit personenbezogenen Daten der User getestet. Die erfolgreichen Prüfergebnisse landen in der öffentlichen und kostenfreien Online-Datenbank. "Ein Blick genügt, um sich darüber zu informieren, welche Apps erfolgreich geprüft und mit Nutzerdaten vertrauensvoll umgehen", erläutert TÜV Rheinland-Experte Torsten Jung. "Unser Testverfahren minimiert die Missbrauchsmöglichkeiten und kennzeichnet seriöse Apps, die Nutzern auch tatsächlich nutzen und nicht schaden."

Mehr Informationen gibt es auf www.checkyourapp.de im Internet.

(ots / Redaktion)


 


 

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