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Corporate Twitter

Defizite beim Firmenzwitschern in Deutschland

Die Mehrheit der deutschen Unternehmen (80 Prozent) twittert überwiegend unpersönlich und ohne erkennbaren Absender. Das zeigt eine neue Studie der Hamburger PR-AgenturZucker.Kommunikation, bei der die Tweets von 53 twitternden Firmen eine Woche lang ausgewertet wurden.

Der Hype um den Microblogging-Dienst Twitter ist nach wie vor groß. Auch immer mehr Unternehmen überlegen sich, ob sie ihre Kunden und Geschäftspartner mit den Kurzmeldungen von maximal 140 Zeichen Länge über aktuelle News aus der Firma auf dem Laufenden halten sollen. Doch die Umsetzung von Corporate Twitter-Aktivitäten lässt in Deutschland bisher noch arg zu wünschen.

Das zeigt eine neue Studie der Hamburger PR-Agentur Zucker.Kommunikation,  bei der die Tweets von 53 twitternden Firmen eine Woche lang ausgewertet wurden. Darunter auch die des Ruhrgebietskonzerns RWE. Offiziell erscheint der "Trendreport: So twittern deutsche Unternehmen" erst am 28.8., doch der Wirtschaftswoche-Blogger Jochen Mai durfte schon vorab auf die Zahlen schauen und verrät uns in seiner Karrierebibel folgendes:

  • Drei Viertel der Corporate-Twitterer haben weniger als 629 Abonnenten.
  • Nur knapp jeder Fünfte (18 Prozent) weist über 1000 Abonnenten (Follower) aus.
  • Der Follower-Durchschnitt liegt bei 661 Abonnenten (Median: 400 Follower).
  • Die Unternehmen selbst folgen im Schnitt 122 oder weniger Twitterern.
  • Der Durchschnittswert der Stichprobe liegt bei 350 Friends.
  • Im Schnitt twittern die Unternehmen 13 Mal pro Woche.
  • Der Höchstwert lag bei 302 Tweets in einer Woche (Amazon), Minimum: ein Tweet.
  • 38 Prozent der Unternehmen nutzen das #-Zeichen, um ihre Tweets zu taggen, also Stichwörter als Suchbegriffe zu kennzeichnen.
  • 67 Prozent der Corporate-Tweets enthalten Links, in der Regel in Form einer Kurz-URL.
  • Nur 33 Prozent der Unternehmen verwenden @Replies, kommunizieren also direkt mit anderen Twitterern.
  • 29 Prozent der Tweets waren dialogisch oder versuchten irgendeinen Kundennutzen zu bieten.
  • 23 Prozent der Tweets hatten nachrichtlichen Charakter.
  • 17 Prozent der Tweets enthielten Eigenwerbung.
  • 15 Prozent entsprachen einer Meinungsäußerung.
  • 9 Prozent waren Terminhinweise.
  • 3 Prozent entstammten der Meta-Ebene (z.B. Tweets über Twitter).
  • 3 Prozent enthielten Personalien oder Gossip.

Die Schlußfolgerung aus diesem Zahlenwust: Auch bei den insgesamt sehr wenigen Firmen, die den Dienst überhaupt nutzen, wird Twitter noch nicht als Dialoginstrument verstanden. Die meisten Firmen setzten den Zwitscherdienst als zusätzlichen Kanal ein, um mit Hilfe von Links auf ihre Informationsangebote hinzuweisen. Dementsprechend findet kaum eine (durchaus mögliche aber auch zeitaufwändige) Echtzeit-Kommunikation mit anderen Twitterern statt. Und infolgedessen ist auch die Bereitschaft der Zwitscher-Community in Deutschland wenig ausgeprägt, einem Unternehmensaccount zu folgen. Allerdings stehen wir hier zu Lande bei der Nutzung dieses Instruments auch erst ganz am Anfang. In zwei Jahren wird die Situation sich vermutlich schon ganz anders darstellen.

(Redaktion)


 


 

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