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Die Jamin-Kolumne: Auf einen Cappuccino

Der Bundespräsident als Pressesprecher

Die Fußball-Nationalspieler Ilkay Gündogan und Mesut Özil haben Bundespräsident Walter Steinmeier getroffen und lange mit ihm gesprochen. Beiden war es - so der Bundespräsident auf Facebook - wichtig, entstandene Missverständnisse aus dem Weg zu räumen. Unser Kolumnist Peter Jamin findet, dass es nicht richtig war, das deutsche Staatsoberhaupt als Pressesprecher zu missbrauchen.

Gelegentlich sage ich in Diskussionen und Gesprächen halb ernst, halb zum Spaß: Ich bin das Volk. Ich gestehe, dass ich wirklich manchmal denke, dass ich wie "das Volk" empfinde. Denn was ist schon das gesunde Volksempfinden? Ein Gefühl, wie Gerechtigkeit zu sein hat, was man den Bundesbürgern zumuten kann in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Und da kann ich mich auf ein gutes Gefühl verlassen, denke ich. Auch gerade jetzt, wenn der Bundespräsident als Pressesprecher von Fußballspielern agiert.

Bundespräsident Walter Steinmeier räumte vor etwa einer Woche den prominenten Fußball-Nationalspielern Ilkay Gündogan und Mesut Özil kurzfristig einen Besuchstermin ein, um ihnen die Gelegenheit zu geben sich vor der deutschen Öffentlichkeit für ihr Verhalten zu rechtfertigen. Und nicht nur das: Er selbst veröffentlichte auch noch ein Statement über Facebook, in dem er die Fußballspieler verteidigte.

Erdogan Trikots überreicht

Doch zunächst möchte ich - man vergißt ja schnell - kurz erzählen, was da vorher passiert ist: Bei einem Besuch des türkische Staatschefs Recep Tayyip Erdogan in London traf er auch die deutschen Nationalkicker. Mesut Özil und Ilkay Gündogan, in Deutschland als Nachfahren türkischer Einwanderer aufgewachsen, sorgten mit dieser Wahlkampfhilfe für den türkischen Präsidenten Erdogan für Aufsehen.

Denn die Fußballer ließen sich nicht nur gemeinsam mit dem Politiker fotografieren. Sie überreichten Erdogan auch Trikots ihrer Clubs Manchester City und FC Arsenal. Auf Gündogans Trikot mit der Nummer 8 stand handschriftlich sogar geschrieben: „Mit großem Respekt für meinen Präsidenten.“


 


 

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