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Digitale Sicherheit 2015

Experten erwarten mehr Banking-Trojaner

Das Jahr 2014 war geprägt von Cyberspionage, Hackerangriffen und eCrime. Erstmals wurde die Marke von 3,5 Millionen neuen Computerschädlingen übertroffen. Dieser Trend wird sich wohl auch 2015 fortsetzen. Insbesondere wird ein Anstieg von Multi-Target Malware Banking-Trojanern erwartet.

Nach Ansicht der Experten des Anbieters von Sicherheitssoftware G DATA wird die digitale Welt auch 2015 von Cyberspionage, Hackerangriffen und eCrime geprägt werden. Erwartet wird außerdem ein Anstieg von Multi-Target Malware, die sowohl Mobilgeräte als auch Desktop-PCs ins Fadenkreuz nimmt. Eine weitere Zunahme wird es bei Banking-Trojanern geben, auf die Cyberkriminelle weiterhin bei Online-Banking-Betrug setzen. Gadgets der „Quantified Self“-Bewegung sieht G DATA aus Datenschutzgründen kritisch. „Bewährte eCrime-Maschen wie manipulierte E-Mails oder das Ausnutzen von Sicherheitslücken werden sich auch 2015 wieder großer Beliebtheit bei Cyberkriminellen erfreuen. Banking-Trojaner haben 2014 bereits ein Allzeithoch erreicht und werden auch im kommenden Jahr weiter steigen“, erklärt Ralf Benzmüller, Leiter der G DATA SecurityLabs. „Malware, die sowohl Mobilgeräte als auch Desktop-PCs attackieren, wird deutlich präsenter.“ Allein im ersten Halbjahr zählten die Bochumer Sicherheitsexperten 751.136 neue Android-Schaddateien. Für das Gesamtjahr 2014 rechnen die Analysten sogar mit 1,2 Millionen neuen Malware-Samples.

Die Bochumer Sicherheitsexperten geben für 2015 sechs Prognosen ab:

„Quantified Self“-Daten sind nur unzureichend geschützt
Das Aufzeichnen, Analysieren und Auswerten von personenbezogenen Daten nimmt immer mehr zu. Auch Versicherungen setzen auf diesen Trend, um über gesundheitliche Daten den Versicherungstarif berechnen zu können. Es ist zu befürchten, dass der Datendiebstahl in diesem Bereich zunehmen wird.

Multi-Target-Malware: Türöffner zu Unternehmensrechnern
Im kommenden Jahr könnte sogenannte Multi-Target-Malware, d.h. Malware die sowohl auf PCs als auch auf Smartphones einsetzbar ist, Cyberkriminellen häufiger die Tür zu Firmennetzwerken öffnen. Cross-Plattform-Infektionen zwischen Mobilgeräten und PCs werden nach Einschätzung von G DATA im kommenden Jahr deutlich zunehmen.

Mehr Mobilgeräte mit vorinstallierter Spyware
Mit dem Star N9500 analysierte G DATA in diesem Jahr ein Smartphone, das bereits von Werk aus mit einem Spionageprogramm ausgestattet war. Nach Ansicht der Experten wird es in Zukunft weitere Fälle geben. Bei diesem Konzept zahlen Nutzer den günstigen Gerätepreis ungewollt mit ihren persönlichen Daten.

Neuer Rekord bei Banking-Trojanern
Banking-Trojaner sind ein sehr lukratives Geschäft für Cyberkriminelle. Mehrfaktor-Authentisierung und moderne Chip-Technologien sind bei Banken noch immer eine Ausnahme - das ruft Angreifer auf den Plan.

Adware bleibt weiter auf dem Vormarsch
Viel Geld mit wenig Aufwand: Mit der Anzeige unerwünschter Werbung machen Online-Kriminelle ihr Geschäft. Dieser Bereich hat sich bei Angreifern etabliert. So rechnen die G DATA SecurityLabs im Jahr 2015 mit einem weiteren Anstieg dieser aufgezwungenen Einblendungen.

Spionageprogramme nehmen zu
Jüngst wurde Regin, eine neue Spionagewaffe, enttarnt. Regin wurde für gezielte Angriffe gegen High-Potential-Netzwerke wie staatliche Einrichtungen oder Großunternehmen genutzt. Es ist zu erwarten, dass in Zukunft weitere hochkomplexe Spionageprogramme enttarnt werden.

(Redaktion)


 


 

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