Sie sind hier: Startseite Ruhr Metropol-Wirtschaft
Weitere Artikel
Embedded Malware

Förderprogramm „Wachstum für Bochum“ nimmt Formen an

Mit der Ernennung von Prof. Dr. Thorsten Holz zum Juniorprofessor für Embedded Malware erweitert die Ruhr-Universität Bochum ihr technologisches Profil.

Gemeinsam mit der neu eingerichteten Professur für Eingebettete Systeme der Informationstechnik schafft die Ruhr-Universität damit einen bundesweit einzigartigen Schwerpunkt in Bochum: Die Forscher verzahnen die informationstechnisch orientierte elektronische Schaltungstechnik mit der IT-Sicherheit. Das Land NRW steuert aus dem Programm "Wachstum für Bochum" 2,3 Millionen Euro bei.

Die fehlende Technologie bereitstellen

„Diese strategische Weiterentwicklung ermöglicht, den Technologiestandort Bochum in Forschung und Lehre nachhaltig zu stärken“, so Prof. Dr.-Ing. Rainer Martin, Prodekan der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik und Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Informationstechnik und Kommunikationsakustik. „Mit unserem Know-how schließen wir technologische Lücken und verbessern die Ausbildung in diesem Querschnittsgebiet.“ Ein Beispiel: Häufig steht in der industriellen Entwicklung für Verfahren, Algorithmen und Software keine passende Prozessorplattform zur Verfügung – oder bestehende Plattformen, wie etwa weit verbreitete Multi-Core oder Multi-Prozessor-Systeme, können wegen fehlender Software-Werkzeuge nicht effizient genutzt werden. Die Wissenschaftler der RUB stellen die fehlende Technologie zukünftig bereit. Ein Augenmerk gilt dabei auch der Abwehr von Schadsoftware, so genannter „Malware“, auf eingebetteten Plattformen.

Vielfältig: Eingebettete Systeme

Eingebettete Systeme spielen eine zentrale Rolle in der aktuellen und zukünftigen technischen Entwicklung. Sie prägen nicht nur unterschiedliche Anwendungsbereiche wie mobile Kommunikation, Medizintechnik, Energietechnik oder Automotive, sondern bündeln auch eine Vielzahl vertikaler Kompetenzen. Diese reichen von der Prozessorarchitektur und den Aufgaben des „Hardware-Software-Codesigns“ bis hin zu Aspekten der Informationssicherheit und dem Entwurf von Algorithmen, zum Beispiel für die Video- und Audiosignalverarbeitung.

Embedded Malware, Anti-Spam und Honeypots

Prof. Dr. Thorsten Holz studierte Informatik an der RWTH Aachen und promovierte anschließend an der Universität Mannheim zum Thema „Tracking and Mitigation of Malicious Remote Control Networks“. Seitdem arbeitete der 28-Jährige als PostDoc am International Secure Systems Lab der TU Wien. Neben der Embedded Malware erforscht er unter anderem die Analyse von Binärcode und Anti-Spam-Techniken sowie „Honeypots“. Das sind Computersysteme, mit deren Hilfe man das Verhalten und die Vorgehensweise eines Angreifers studieren kann.

Verankerung im Ruhrgebiet

Das im Förderprogramm „Wachstum für Bochum“ angelegte Projekt ist ein entscheidendes Bindeglied zum etablierten Bochumer Horst Görtz Institut für Sicherheit in der Informationstechnik (HGI). Es ermöglicht, langfristig breit anwendbare und zukunftsträchtige Technologien im Ruhrgebiet zu verankern. Das im Dezember 2009 genehmigte Projekt hat ein Gesamtbudget in Höhe von 2,9 Millionen Euro.

(Redaktion)


 

 

Wachstum für Bochum
Ruhr-Universität
Thorsten Holz
Schadsoftware
Embedded Malware

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Wachstum für Bochum" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: