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Essener Chemiekonzern

Evonik kämpft mit schwächelnder Asien-Wirtschaft

Das Essener Spezialchemieunternehmen Evonik zieht Bilanz aus dem Geschäftsjahr 2013 und zeigt sich auf der Bilanzpressekonferenz des Konzerns zufrieden: Der Umsatz sei 2013 stabil geblieben und die strategischen Ziele seien umgesetzt worden.


„Evonik ist da: Wir sind an der Börse angekommen und seit vergangenem Sommer aufgrund des mehrheitlichen Verkaufs unserer Immobilienaktivitäten ein gut aufgestelltes, fokussiertes Spezialchemieunternehmen. Die Umsetzung unserer Wachstumsstrategie hat 2013 deutliche Fortschritte gemacht: Erste große Projekte unseres ehrgeizigen Investitionsprogramms wurden bereits fertiggestellt“, erklärte Klaus Engel, Vorsitzender des Vorstandes der Evonik Industries AG, heute anlässlich der Bilanzpressekonferenz des Konzerns.

2013 war das gesamtwirtschaftliche Umfeld für Evonik schwieriger als erwartet. Bei gestiegener Mengenentwicklung führten insbesondere sinkende Verkaufspreise zu rückläufigen operativen Ergebnissen. „Trotz des schwierigen Marktumfelds hat sich unser Geschäft solide entwickelt“, sagte Engel. „Wir werden unsere Effizienz in den operativen und administrativen Bereichen weiter steigern und konsequent unsere Kostenpositionen verbessern. Damit unterstützen wir unsere Wettbewerbsfähigkeit und zugleich unseren profitablen Wachstumskurs“, betonte er.

Konzernumsatz nahezu stabil

Im Jahr 2013 blieb der Konzernumsatz organisch mit -1 Prozent gegenüber dem Vorjahr nahezu stabil. Dabei wirkten sich geringere Verkaufspreise bei gestiegenen Mengen aus. Sonstige Effekte, insbesondere aus der Abgabe von zwei kleineren Geschäften im Vorjahr, sowie Währungseinflüsse führten insgesamt zu einem Umsatzrückgang um 4 Prozent auf 12.874 Millionen € (Vorjahr: 13.365 Millionen €).

Hohe Nachfrage im 2. Halbjahr

Das geringere Wirtschaftswachstum in den für Evonik wichtigen Regionen Asien-Pazifik und Nordamerika sowie die anhaltend schwache Entwicklung in Europa haben sich im Jahr 2013 auf die Endkundenindustrien und damit auch auf die Geschäftsentwicklung von Evonik ausgewirkt. Das schwierige Marktumfeld führte insgesamt zu einem spürbaren Druck auf die Verkaufspreise, in einigen wichtigen Geschäften waren deutliche Preisrückgänge zu verzeichnen. Sehr erfreulich sei dagegen die weiterhin weltweit hohe Nachfrage, die insbesondere im 2. Halbjahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr zu deutlichen Mengensteigerungen geführt habe.

Ausblick für das Geschäftsjahr 2014

Evonik erwartet eine leichte Belebung des globalen Wachstums, zu dem insbesondere die Industrieländer beitragen sollten. Es bleiben jedoch deutliche Unsicherheiten insbesondere durch eine mögliche restriktivere Geldpolitik der Notenbanken, die die Entwicklung vor allem in den aufstrebenden Ländern beeinträchtigen könnte. Unter der Annahme eines etwas positiveren konjunkturellen Umfelds rechnet Evonik mit einem leicht höheren Umsatz (2013: 12,9 Milliarden €). Dabei sollte sich die positive Mengenentwicklung aus dem zweiten Halbjahr 2013 im Jahr 2014 fortsetzen und zu weiteren Mengensteigerungen führen, wozu auch die ersten bereits umgesetzten Wachstumsprojekte beitragen werden.

(Redaktion)


 


 

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