Sie sind hier: Startseite Ruhr Metropol-Wirtschaft Unternehmen
Weitere Artikel
Essener Unternehmensverband

Fachkräftemangel: Zerspaner, Dreher und IT-Fachkräfte besonders gefragt

Wie der Essener Unternehmensverband auf Basis der letzten Konjunkturumfrage mitteilt, wird der Fachkräftemangel Unternehmen dauerhaft beschäftigen. Ein großer Mangel ist vor allem in den Berufsgruppen Dreher, Zerspaner und im IT zu verzeichnen.

Der Fachkräftemangel wird in Essener Unternehmen auf lange Sicht ein großes Thema sein. Dies ist ein Ergebnis der letzten Konjunkturumfrage der Arbeitsgemeinschaft arbeitgeber ruhr, zu der auch der Essener Unternehmensverband (EUV) gehört. Die Arbeitsgemeinschaft arbeitgeber ruhr vertritt in der Ruhrregion mehr als 2.300 Unternehmen mit etwa 250.000 Beschäftigten. Mehr als 300 Firmen beteiligten sich an der Umfrage, womit diese eine hohe Aussagekraft besitzt, zumal fast die Hälfte der Beschäftigten von den Ergebnissen umfasst ist.

Anstieg im Fachkräftemangel

Ein wichtiges Ergebnis der Umfrage: Branchenübergreifend beklagten im Dezember 2013 knapp über ein Fünftel (21 %) der befragten Unternehmen einen aktuellen Fachkräftemangel. Dieser Wert ist im Vergleich zur Frühjahrsumfrage 2013 (18 %) leicht gestiegen. Bei der langfristigen Planung zeichnet sich eine Verschärfung des Fachkräfteproblems ab: In den nächsten drei Jahren sehen in allen Branchen gut 40 % (branchenübergreifend 41 %, M+E: 39 %) einen Fachkräftebedarf. Der absehbare Fachkräftebedarf in den kommenden drei Jahren ist damit in beiden Bereichen erneut gestiegen. Branchenübergreifend gibt lediglich rund ein Drittel (29 %) der Befragten Firmen an, langfristig keinen Fachkräftebedarf zu verzeichnen, in der Metall- und Elektroindustrie sogar nur 9 %.

Stellenbesetzung problematisch

Die Metall- und Elektroindustrie wurde gesondert ausgewertet. „Die Nachwuchssicherung wird vor dem Hintergrund des fortschreitenden demografischen Wandels immer wichtiger“, so Dr. Henner Puppel, Vorstandsvorsitzender des EUV. „Daher haben wir bei dieser Umfrage besonderes Augenmerk auf dieses Thema gelegt.“ Hier zeichne sich langfristig ein besonders großer Fachkräftebedarf ab. In der Metall- und Elektroindustrie beklagen – wie auch im Frühjahr – 15 % der befragten Unternehmen aktuell einen Fachkräftemangel. Es zeigt sich, dass es gerade in dieser Branche bereits Schwierigkeiten gibt, den aktuellen Fachkräftebedarf zu befriedigen. Mehr als die Hälfte der M+E-Firmen (58%), die aktuellen Fachkräftebedarf melden gaben an, Probleme bei der Besetzung freier Stellen zu haben, branchenübergreifend sagten dies nur 11 %. Vor einem halben Jahr sah die Situation noch „entspannter“ aus (26 bzw. im M+E-Bereich 27 % Besetzungsprobleme).

Nachwuchskräfte im Ingenieursbereich gefragt

Im Bereich der Metall- und Elektroindustrie macht sich die viel zitierte Ingenieurslücke bereits bemerkbar. Fast die Hälfte (48 %) der befragten Unternehmen suchen im (MINT-)Ingenieurbereich Nachwuchskräfte. Dieser Anteil hat sich im Vergleich zum Frühjahr deutlich erhöht. Als besondere Mangelberufe nannten die befragten Firmen so verschiedene Berufe wie Gießereitechnologe, Zerspaner, konventionelle Dreher, Software-Entwickler, IT-Fachkräfte und Elektromonteure.

„Diese Zahlen zeigen uns, dass wir seitens des Verbandes weiter daran arbeiten müssen, unsere Mitgliedsfirmen im strategischen Umgang mit dem sich abzeichnenden Fachkräftemangel zu unterstützen“, so Dr. Henner Puppel. „Der EUV hat bereits Angebote für diesen Bereich entwickelt. Im Rahmen unseres Projekts ‚Demografie-Scout‘ hat der Verband bereits in 20 Mitgliedsfirmen Altersstrukturanalysen durchgeführt und gemeinsam mit dem Firmen Maßnahmen erarbeitet, um die Demografiefestigkeit zu erhöhen. Diese Angebote werden in Zukunft sicher verstärkt nachgefragt“, so Dr. Henner Puppel.

(Redaktion)


 


 

Essener Unternehmen
Bereich
Metall
Elektro
Industrie
Henner Puppel
Zerspaner
Firmen
Dreher
Umfrage
EUV
Konjunktur

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Fachkräftemangel" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: