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EUROCITIES Award

Stadt Dortmund ausgezeichnet für Klimaschutz

Beim UN-Klimagipfel in Kopenhagen haben Staats- und Regierungschefs aus aller Welt notwendige und mögliche Klimaschutzmaßnahmen diskutiert. Und auch auf lokaler Ebene ist das Thema längst angekommen. So überzeugte die Stadt Dortmund in Sachen Energieeffizienz und Umweltschutz 2009 auf ganzer Linie.

Bereits Ende November konnte sich die Ruhrgebietsstadt über eine internationale Auszeichnung freuen: Für ihr Lösungsmodell zum Klimaschutz erhielt sie den EUROCITIES AWARD in der Kategorie „Kooperation“. Im Jahresverlauf hatten bereits einzelne Immobilienprojekte ihre Qualität unter Beweis gestellt und Zertifikate für nachhaltiges Bauen erhalten.

Mit ihrem „Konsultationskreis für Energieeffizienz und Klimaschutz“ (KEK) überzeugte die Stadt Dortmund das Städtenetzwerk EUROCITIES. Insgesamt 28 verschiedene Organisationen haben sich darin zusammengeschlossen, von städtischen Einrichtungen und kommunalen Ver- und Entsorgungsbetrieben über die IHK zu Dortmund und die Handwerkskammer Dortmund bis hin zu sachkundigen Bürgern. Ihr gemeinsames Ziel ist es, bei den zahlreichen Projekten und Programmen zu Klima- und Energieaktivitäten in Dortmund koordinierend und kooperierend zu wirken. „Die Stadt hat eine Führungsrolle bei der Errichtung einer Struktur übernommen, die alle relevanten öffentlichen und privaten Akteure zusammenführt, um gemeinsam an den Zielen der Energieeffizienz und des Klimaschutzes zu arbeiten“, so die EUROCITIES-Jury.

Dortmund ist damit im Bereich Klimaschutz und Energieeffizienz Europas Vorzeigestadt in Sachen kooperativer Problemlösungsansätze. Im Rahmen der Jahreskonferenz des Städtenetzwerks in Stockholm, die unter dem Motto „Städtische Herausforderungen – nachhaltige Lösungen" stand, nahmen Cornelia Irle, EUROCITIES-Beauftragte der Stadt Dortmund, und Christoph Löchle vom Agenda-Büro den Preis entgegen. Daneben erhielten die Städte Birmingham und Malaga Auszeichnungen in den Kategorien „Partizipation" und „Innovation". In dem Netzwerk EUROCITIES arbeiten mehr als 140 europäische Großstädte zusammen, darunter 13 aus Deutschland. Es vertritt ihre Interessen gegenüber europäischen Institutionen wie der Europäischen Kommission.

„Grüne“ Gebäude für ein gutes Klima

Dass nicht nur ganze Städte, sondern auch einzelne Gebäude einen Beitrag zum Umweltschutz leisten können, stellte die Stadt Dortmund im Rahmen der Immobilienmesse EXPO REAL in München unter Beweis. Zum ersten Mal vergab die Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V. (DGNB) dort das Deutsche Gütesiegel „Nachhaltiges Bauen für Industrie- und Handelsbauten“. Insgesamt drei Dortmunder Neubauten erhielten noch vor der Fertigstellung Vorzertifikate: der Westfalentower, das Büro- und Verwaltungsgebäude Rheinische Straße 1 und das Bürogebäude Freundlieb am PHOENIX SEE.

„Mit drei Gütesiegeln ist Dortmund gut aufgestellt“, unterstreicht Professor Dr.-Ing. Mike Gralla von der TU Dortmund, der als Gründungsmitglied und Auditor des DGNB die Zertifizierungen der beiden zuletzt genannten Bürogebäude begleitet hat. „Das steigende Interesse an der Zertifizierung zeigt, dass von energieeffizienten Immobilien nicht nur die Mieter und die Umwelt profitieren. Für Investoren bedeuten sie eine Steigerung des Marktwertes ihrer Objekte, ein positives Image, höhere Mieteinnahmen und geringere Leerstände. Green Building zahlt sich langfristig aus und leistet einen entscheidenden gesellschaftsrelevanten Beitrag zur Nachhaltigkeit.“

„Grüne“ Gebäude zeichnen sich zum einen durch einen geringen Energiebedarf für Heizung, Warmwasserbereitung, Kühlung und Beleuchtung aus. So ersetzen eine effiziente Energieversorgung und die Nutzung erneuerbarer Energien, etwa durch photovoltaische oder solarthermische Elemente, die herkömmliche Versorgung. Daneben spielt der bewusst sparsame Umgang mit Ressourcen eine wichtige Rolle, beispielsweise durch die Nutzung von Regenwasser. „Grün“ im wahrsten Sinne des Wortes sind energieeffiziente Immobilien zudem häufig durch eine reichlich bepflanzte Umgebung – die bis hin zu einer Dachbegrünung reichen kann. Nutzer profitieren damit langfristig nicht nur von den geringeren Betriebskosten, sondern auch von einer gesünderen Wohn- oder Arbeitsumgebung.

(Redaktion)


 

 

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Dortmund
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Klimaschutz
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